Weiterer Anstieg bei HIV-Erkrankungen

Schwäbisch Hall. Die Zahl der HIV-Infektionen steigt weiter an: Nach Angaben des Robert-Koch Instituts waren Ende 2014 bundesweit 83.400 Menschen betroffen. In Baden-Württemberg waren es 8.900 Infizierte. Nach Auskunft der AOK Heilbronn-Franken wurden im vergangenen Jahr im Landkreis Schwäbisch Hall 38 HIV- und AIDS-Patienten verzeichnet, in der Region Heilbronn-Franken waren es 181.

Datum: 16.12.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Schwäbisch Hall

AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Die Anzahl der Patienten, die sich wegen HIV oder AIDS in Behandlung befinden, ist seit 2011 stetig gestiegen: im Landkreis Schwäbisch Hall von 25 (2008), über 32 (2011) auf 38 (2014). In Baden-Württemberg stieg die Zahl AOK-versicherter Patienten von 2.484 auf 3.189. Das klingt zunächst beängstigend. Hintergrund ist aber, dass Infizierte heute aufgrund der Therapiemöglichkeiten immer länger leben und sich deshalb auch länger in Behandlung befinden.“

In Deutschland infizieren sich 90 von 100 Betroffenen bei Sexualkontakten. Ein weiterer häufiger Übertragungsweg sei der Nadeltausch bei Drogenabhängigen und die Verwendung von nicht sterilem Spritzenbesteck. Durch geschützten Geschlechtsverkehr könne man eine Ansteckung weitgehend vermeiden, so die Ärztin. „Generell sollte auch der Kontakt mit fremdem Blut – beispielsweis bei Verletzungen – vermieden werden“, fordert Dr. Knapstein. Nicht übertragen lässt sich das Virus durch Umarmen, Händeschütteln oder Wangenküsse. Auch der Kontakt mit Schweiß und Tränen von Betroffenen sind ungefährlich. Trotz der positiven Botschaft, dass immer weniger Menschen an AIDS sterben, sei die Erkrankung nicht heilbar und für die Patienten mit erheblichen Problemen verbunden. Deshalb sei es wichtig, dass das Bewusstsein für die Gefahren von AIDS nicht nachlasse.

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