Welche Antworten hat die Politik?

Welche Lösungsansätze die Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien auf die drängenden Fragen zu „Ärztemangel auf dem Land“ und „Entwicklung der regionalen Krankenhausstruktur“ haben, soll eine Podiumsdiskussion der AOK Heilbronn-Franken am 18. November um 19:30 Uhr im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall aufzeigen. Im Interview erläutert Michaela Lierheimer, Geschäftsführerin der AOK Heilbronn-Franken, Hintergründe und Chancen der öffentlichen Diskussionsrunde.

Datum: 06.11.2015 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Schwäbisch Hall

Frau Lierheimer, Gesundheitspolitik wird in Berlin und Stuttgart gemacht. Warum laden Sie Landtagskandidaten zu einer Diskussionsrunde nach Schwäbisch Hall ein?

Lierheimer: Der Einfluss unserer Abgeordneten ist nicht zu unterschätzen! Gleichzeitig haben die Menschen der Region vor einer Wahl das Recht zu erfahren, wie ihre Kandidaten aktuelle Probleme bewältigen wollen. Die AOK ist mit vier Millionen Versicherten in Baden-Württemberg die mit Abstand größte Krankenkasse im Land und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder.

Wenn über den drohenden Ärztemangel diskutiert wird, dann herrscht Alarmstimmung. Ist dies berechtigt?

Lierheimer: Bislang gibt es nur in zwei von 101 Mittelbezirken im Lande eine Unterversorgung. Wir haben eher ein Verteilungsproblem. Um überall einen Versorgungsgrad von 100 Prozent zu erreichen, werden insgesamt 6.342 Hausärzte benötigt. Bei aktuell 6.764 Hausärzten im Land ergibt sich ein Überschuss von 422 Hausärzten. Gegenwärtig darf man die Situation noch als gut bezeichnen. Herausfordernd wird es in der Zukunft, denn viele ältere Allgemeinmediziner gehen in den Ruhestand.

Wie kann die Politik dies unterstützen?

Lierheimer: Es gibt vielfältige Möglichkeiten. Der Beruf des Hausarztes muss wieder attraktiver werden. Es müssen verstärkte Anreize geschaffen werden und wir sollten überlegen, ob und wie wir das Ausbildungssystem verändern können. Wir werden hören, welche Ideen die Landtagskandidaten dazu einbringen.

Das Krankenhausstrukturgesetz will den Abbau von Überkapazitäten fördern. Veränderungen der Krankenhausstrukturen sind für die Kommunalpolitik ein heikles Thema. Welche Vorschläge erwarten Sie von den Landtags-Kandidaten?

Lierheimer: Das ist eine interessante Frage und ich bin auf die Antworten selbst sehr gespannt. Die Zuhörer dürfen sich jedenfalls auf eine lebhafte Diskussionsrunde freuen.

Die Anzahl der Plätze bei der AOK-Podiumsdiskussion zur Gesundheitspolitik ist begrenzt. Deshalb wird eine telefonische Anmeldung unter 07941 2079148 erbeten.

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Dr. René Schilling

Pressesprecher

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