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Aktuelle Zahlen aus dem Rems-Murr-Kreis

Datum: 13.11.2017 / Kategorie: Sonstiges

Waiblingen

Asthma bronchiale und COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) sind die häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen in Deutschland. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa vier Millionen Deutsche an einer COPD leiden. Weltweit steigt die Zahl der Betroffenen sogar an: So prognostizieren Experten, dass die COPD im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache sein dürfte. Hauptursache von COPD ist Tabakkonsum.

 

Im Rems-Murr-Kreis waren im Jahr 2016 rund 7.130 AOK-Versicherte von einer COPD betroffen, das entspricht 4,7 Prozent aller Versicherten. In Baden-Württemberg insgesamt waren über 169.000 Versicherte der AOK in Behandlung. Der Anteil der Betroffenen unter den AOK-Versicherten im Landkreis stieg von 2012 bis 2016 um jährlich durchschnittlich 2,4 Prozent. Allerdings konnten nur Versicherte ermittelt werden, die sich tatsächlich in ärztlicher Behandlung befanden; die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Die Zahlen der AOK gelten als repräsentativ, da sie mit einem Marktanteil von 43 Prozent die größte Krankenkasse in Baden-Württemberg ist.

 

Eine chronische Bronchitis kann sich entwickeln, wenn die Atemwege häufig Schadstoffen wie Tabakrauch, Staub oder Gasen ausgesetzt sind. „Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Rauchen und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung: Es erkrankt zwar nicht jeder Raucher, aber die meisten Menschen mit COPD rauchen oder haben früher geraucht. Nichtrauchen ist damit der wichtigste Schutz vor der Erkrankung“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

 

Bei einer COPD ist die Lunge dauerhaft geschädigt und die Atemwege (Bronchien) sind verengt. Dadurch bekommt man bei fortgeschrittener Erkrankung nur schwer genügend Luft. Schon Alltagstätigkeiten können dann ausreichen, um außer Atem zu geraten – wie Treppensteigen, Gartenarbeit oder ein Spaziergang.

 

Bei der Entstehung einer COPD spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Zum einen sind die Bronchien dauerhaft entzündet. Zum anderen können die Lungenbläschen überbläht sein, was als Lungenemphysem bezeichnet wird. Eine COPD entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich langsam über Jahre hinweg. Beschwerden wie hartnäckiger Husten werden anfangs oft für „normalen" Raucherhusten, eine Bronchitis oder Asthma gehalten. Dass eine fortschreitende Erkrankung dahintersteckt, wird häufig erst erkannt, wenn bereits stärkere Beschwerden spürbar sind. Viele Betroffene sind dann älter als 60 Jahre.

 

Typische Symptome einer COPD sind Atemnot bei körperlicher Belastung – bei fortgeschrittener COPD bereits in Ruhe, täglicher Husten über eine längere Zeit, Auswurf, Geräusche beim Atmen wie Pfeifen und Brummen und verstärkte Beschwerden bei Erkältungen oder Grippeerkrankungen. „Die Behandlung der COPD zielt darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zumindest zu bremsen“, so PD Dr. Sabine Knapstein. „Wichtig ist vor allem, aufs Rauchen zu verzichten. Medikamente können die Beschwerden lindern und Atemnot-Anfällen vorbeugen. Patientenschulungen helfen, mit der Erkrankung umzugehen“, so die Ärztin weiter.

 

Um die medizinische Versorgung von COPD-Patienten zu verbessern, gibt es strukturierte Behandlungsprogramme, die sogenannten Disease-Management-Programme (DMP). Mit AOK-Curaplan bietet die Gesundheitskasse ein DMP für COPD-Patienten an. Bundesweit nehmen über 343.000 Versicherte daran teil. Menschen mit einer chronisch atemwegsverengenden Lungenerkrankung können mit AOK-Curaplan lernen, akute Atemnot zu vermeiden, das Voranschreiten der Erkrankung aufzuhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. bw.aok.de/inhalt/curaplan-copd-arbeitsmaterial/. Bei neun von zehn COPD-Patienten ist jahrelanges Rauchen die Hauptursache der Erkrankung. Mit dem Rauchen aufzuhören, ist ein Bestandteil der COPD-Behandlung. Die AOK unterstützt dabei bw.aok.de/inhalt/copd-und-rauchen-1/

 

 

 

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