Weniger Demenzerkranke im Kreis Göppingen

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu er-kranken. In den meisten Fällen sind die Betroffenen älter als 65 Jahre. Bei den über 90-Jährigen ist die Erkrankungsquote am höchsten. Laut einer Statistik der AOK Neckar-Fils unter ihren Versicherten gab es 2016 im Kreis Göppingen rund 2.400 Fälle von Demenz (2014: 2.620 Fälle). Davon waren mehr als die Hälfte Frauen. Insgesamt waren 2016 in Baden-Württemberg knapp 92.000 Versicherte von Demenz betroffen.

Datum: 24.10.2018 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Göppingen

„Wer auffallend vergesslich wird, viele kleine Fehler im Alltag macht, sich in der gewohnten Umgebung nicht mehr so gut orientiert, sollte sich beim Hausarzt gründlich untersuchen lassen“, sagt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Das könnten Anzeichen für eine Demenz sein, aber auch für eine Depression. Insgesamt gebe es mehr als 50 verschiedene Erscheinungsformen. Frauen seien eher gefährdet als Männer, so Knapstein.

 

„Regelmäßige körperliche Bewegung, ein geistig aktives Leben mit immer neuen Anregungen fürs Gehirn und die Pflege sozialer Kontakte mit Angehörigen und Freunden kann Demenz vorbeugen. Mediterrane Kost wird ebenfalls empfohlen, weil sie Übergewicht und einigen Krankheiten vorbeugt, die das Risiko für eine Demenz erhöhen“, empfiehlt die AOK-Ärztin.

 

60 von 100 Demenzkranken werden in Privathaushalten von Familienmitgliedern versorgt. „Das bedeutet, dass fast jeder zweite Pflegebedürftige, der von Angehörigen zu Hause betreut wird, dement ist.“ Häufig seien es Frauen, die bis zehn Stunden täglich für die Pflege des betroffenen Angehörigen aufwenden. Unterstützung für Erkrankte und ihre Angehörigen bietet der Soziale Dienst der AOK Neckar-Fils – etwa mit Beratungen zu praktischen Fragen der Alltagsorganisation.

 

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