Weniger Infarkte, dafür steigen Herzerkrankungen leicht an

Die Diagnose Herzinfarkt haben im vergangenen Jahr 270 AOK-Versicherte erhalten. Das ist der niedrigste Wert seit vier Jahren im Kreis Göppingen. Laut AOK-Auswertung entspricht das einem Rückgang von minus 5,2 Prozent. Männer trifft es eher als Frauen. Von den 270 Betroffenen waren es 190 männliche Versicherte und 80 weibliche Versicherte. Weitaus mehr mussten wegen einer koronaren Herzkrankheit, bei der die großen Adern verengt sind, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, behandelt werden. Hier waren es 8.550 Versicherte, davon 3.950 Frauen sowie 4.600 Männer.

Datum: 22.11.2019 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Göppingen

„Der Herzinfarkt beginnt plötzlich mit stechenden, brennenden oder drückenden Schmerzen in der Brust. Sie können sich aber auch erst langsam bemerkbar machen“, sagt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Diese Schmerzen dauern mehr als fünf Minuten an und bessern sich nicht im Ruhezustand. Sie können von der Brust in den linken oder rechten Arm, in den Rücken, Hals oder Oberbauch ausstrahlen. „Wer einen Herzinfarkt hat, spürt häufig Todesangst, ist blass und fahl im Gesicht und hat Schweißausbrüche. Viele Herzinfarktpatienten haben Luftnot, ihnen ist übel oder sie müssen sich erbrechen“, so Knapstein.

 

Die deutlichen verengten Gefäße bei der koronaren Herzkrankheit können bei körperlicher Anstrengung zu Kurzatmigkeit und Brustschmerzen führen. „Wenn sich ein Koronargefäß plötzlich ganz verschließt, kann ein Herzinfarkt die Folge sein“, so die AOK-Ärztin.

 

Dann zählt jede Minute, um lebensrettende Maßnahmen einzuleiten und mögliche Folgeschäden zu begrenzen. Deshalb ist es wichtig, bereits bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt, den Notruf 112 zu wählen und einen Rettungswagen mit Notarzt zu rufen.

 

 

 

Zusatzinfo:

 

Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat ab dem Alter von 35 alle drei Jahre Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up. Diese Untersuchung soll frühzeitig Anzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen erkennen. Im Rahmen des Check-up werden unter anderem der Blutdruck gemessen sowie Blut und Urin untersucht.

 

Alle gesetzlich Versicherten mit einer koronaren Herzkrankheit haben die Möglichkeit, an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilzunehmen. Sie werden auch als Disease-Management-Programme (DMP) bezeichnet. Diese Programme sollen die Lebensqualität der Teilnehmenden verbessern und eine hohe Behandlungsqualität fördern.

 

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