Wenn das Essen Qualen auslöst

Laktoseintoleranz ist auch im Landkreis Heidenheim immer häufiger anzutreffen. Eine Ernährungsumstellung hilft.

Datum: 07.08.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Heidenheim

Wer alles essen kann, ohne dass sein Magen oder Darm rebelliert, kann die Schmerzen eines Menschen, der an einer Laktoseintoleranz leidet, kaum nachvollziehen. Immer mehr Menschen im Ostalbkreis leiden an so einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Das bestätigen die Zahlen der AOK Ostwürttemberg.

Waren im Jahr 2007 146 AOK-Versicherte im Landkreis Heidenheim wegen einer Laktoseintoleranz in ärztlicher Behandlung, sind es 2013 schon 466 AOK-Versicherte – mehr als eine Verdreifachung der Fälle. Frauen sind häufiger betroffen (312) als Männer (154). Besonders verbreitet ist die Diagnose in den Altersgruppen von 20-24 Jahren und von 45-49 Jahren.

Der Landkreis Heidenheim folgt hier dem Landestrend. In ganz Baden-Württemberg waren 2013 mehr als 25500 AOK-Versicherte deswegen in ärztlicher oder stationärer Behandlung.

Bei einer Laktoseintoleranz kann der Milchzucker in der Nahrung nicht verdaut werden. Der Grund liegt in der fehlenden oder zumindest verminderten Produktion des zur Verdauung notwendigen Enzyms Laktase.

„Es kann zu Blähungen, Durchfällen sowie Kopfschmerzen und Schwindel kommen“, erklärt Sibylle Sauter, Ernährungsberaterin bei der AOK Ostwürttemberg. „Zum Glück ist eine Laktoseintoleranz keine Krankheit, sondern eine Unverträglichkeit. Wenn auf eine ausgewogene Ernährung geachtet wird, können Betroffene gut damit leben.“

Die auftretenden Symptome bei einer Laktoseintoleranz können durch die Einnahme von Laktase-Präparaten vermindert, aber nicht gänzlich verhindert werden. Daher rät die AOK Ostwürttemberg zu einer Ernährungsumstellung.

Die Diplom-Ökothrophologin Sibylle Sauter unterstützt in der Ernährungsberatung der AOK Ostwürttemberg immer mehr Menschen mit Laktoseintoleranz bei der Veränderung ihrer Essgewohnheiten.

„Gerade in Fertiggerichten, Gewürzmischungen und in manchen Wurstsorten ist oft Laktose enthalten. Da muss man beim Kauf die Inhaltsstoffe genau prüfen. Da Laktose oder Milchbestandteile deklarierungspflichtig sind, genügt meistens ein Blick auf die Zutatenliste“, rät die AOK-Ernährungsberaterin.

„Bei Milch ist es heute relativ einfach, da es im Handel laktosefreie Milch gibt, aber auch. Soja- oder Hafermilch sind eine Alternative.“

Wer Milchzucker meiden möchte, sollte auf frische Ware setzen. „Wer sich selber etwas kocht, weiß genau, welche Zutaten im Essen sind und verringert das Risiko Laktose haltiges zu konsumieren“, sagt Sibylle Sauter.

Mit einer qualifizierten Beratung fällt Betroffenen eine Ernährungsumstellung, die zur kompletten Beschwerdefreiheit führen kann, meist leichter. Die AOK Ostwürttemberg bietet dies an und hat auch in ihren Kundencentern eine kostenfreie Infobroschüre über Nahrungsunverträglichkeit ausliegen.

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