Wenn die Nacht zum Tag wird

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr wieder auf Sommerzeit umgestellt. Viele Menschen bringt das aus dem gewohnten Rhythmus und es dauert ein paar Tage, bis wieder alles beim alten ist. Aber über 2200 Menschen im Landkreis Emmendingen werden dauerhaft um den Schlaf gebracht – Menschen mit Schlafstörungen.

Datum: 01.03.2015 / Kategorie: Sonstiges

Von wegen Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Für viele Menschen gerät sie schon viel früher in Unordnung. Sie wären froh, sie könnten bis um sieben Uhr schlafen. Schlafstörungen können sich ganz unterschiedlich auswirken. Die einen finden nicht in den Schlaf, wälzen sich im Bett von einer Seite zur anderen, andere wachen nachts oft auf und bleiben lange wach. Oder aber sie wachen lange bevor der Wecker klingelt auf – obwohl sie gar nicht früh aufstehen wollten.

Auch im Landkreis Emmendingen ist das Thema Schlafkrankheiten von zunehmender Bedeutung. Wie die AOK Südlicher Oberrhein aufgrund der ärztlich festgestellten Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt, wurden im Jahr 2013 rund 4,6 Prozent aller Versicherten von Schlafstörungen heimgesucht. Mit steigender Tendenz. 2007 waren dies noch 3,5 Prozent. „Das entspricht einer Zunahme von 6,2 Prozent innerhalb von sechst Jahren“ erklärt Jürgen Dreher, KundenCenterleiter in Emmendingen. „Hier fällt besonders die Veränderungsrate bei den Männern mit acht Prozent ins Gewicht“. Im Jahr 2007 waren 1667 Versicherte im Landkreis betroffen, 2013 sind es 2282. Dabei spielen die Nicht-organisch bedingten Schlafstörungen kaum eine Rolle.

Einen wesentlichen Teil der Schlafstörungen machen die Atemaussetzer während des Schlafes (Schlafapnoe) aus. 824 Versicherte waren 2013 davon betroffen. Bei dieser Erkrankung kommt es während des Schlafens immer wieder zu längeren Atemstillständen. Ursachen können verengte Atemwege, zum Beispiel durch eine entsprechende Veranlagung oder Übergewicht sein. „Bei einem Verdacht auf Schlafapnoe sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“ rät der AOK-Chef. Bluthochdruck könnte die Folge sein, auch wächst die Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden“.

Fast 40 Prozent der Baden-Württemberger schlafen nachts weniger als sechs Stunden wie die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt. Etwa jeder zweite Befragte gibt an, schon einmal Schwierigkeiten, abends einschlafen zu können, gehabt zu haben. Bei fünf Prozent ist dies sehr häufig der Fall, bei elf Prozent häufig und 46 Prozent fällt es zumindest ab und zu schwer, einzuschlafen. Die Umfrage zeigt auch: Gut jeder Dritte braucht ein paar Tage, um nach der Zeitumstellung wieder in seinen normalen Schlafrhythmus zu finden.

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