Wenn`s im Kopf donnert und blitzt

Sie kann einem das Leben zur Hölle machen und Betroffene zur Verzweiflung bringen. Die Migräne ist mehr als ein Kopfschmerz, der vorübergeht. Geschätzt leiden rund 13 Millionen Menschen in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Migräneattacken. Und viele wissen es gar nicht.

Datum: 01.03.2015 / Kategorie: Gesundheitstipps

Im Landkreis Emmendingen waren im Jahr 2013 rund 2000 AOK-versicherte Frauen und Männer wegen Migräne in medizinischer Behandlung. Darunter sind Frauen (1575) fast vier Mal so häufig vertreten als Männer (404).Dies geht aus einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein hervor. Das entspricht einer Quote von knapp über 4 Prozent. Zum Vergleich: ein Jahr zuvor die Quote bei etwa 3,8 Prozent, 2011 bei etwa 3,9 Prozent. Allerdings spricht die AOK von einer beträchtlichen Dunkelziffer. „Viele Betroffene gehen wegen Kopfschmerzen oder Migräne gar nicht zum Arzt“, erklärt Jürgen Dreher, Chef des AOK-KundenCenters in Emmendingen. „Diese sind in unseren Berechnungen folglich nicht enthalten“.

In rund 92 Prozent aller Kopfschmerzen sind Migräne und Spannungskopfschmerzen die Ursache. Wie die AOK weiter mitteilt, gilt Migräne besonders als eine Erkrankung des jungen Erwachsenen bzw. des mittleren Lebensabschnitts. Von den Kopfschmerzen am häufigsten betroffen ist bei Männern und Frauen die Altersgruppe 45 bis 49 Jahre.

Bevor eine Therapie erfolgen kann, muss zuerst geklärt werden, um welche Form von Kopfschmerzen es sich handelt. Bei der Migräne handelt es sich um anfallartig auftretende heftige Kopfschmerzen von pulsierendem sowie pochendem Charakter. Die Attacke kann zwischen vier und 72 Stunden andauern. Im Durchschnitt treten bis vier Attacken im Monat auf. Fest steht heute, dass es sich dabei um eine erst zu nehmende Erkrankung handelt. Dabei können verschiedene Faktoren die Attacken auslösen: Änderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress, Hormone oder auch bestimmte Lebensmittel. Auch Schlafmangel, Reizüberflutung oder bestimmte Wetterlagen wie z.B. Föhn können Auslöser sein. Meist stellen sich bei einer Attacke auch Übelkeit, Appetitlosigkeit, Lichtscheu, Geräuschempfindlichkeit oder Erbrechen ein.

Wie die AOK mitteilt, wurden im Jahr 2013 in Baden-Württemberg knapp 1.300 Krankenhausfälle mit der Diagnose Migräne registriert, die Kosten dafür liegen bei knapp 1,8 Mio. Euro. Um Migräneanfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und diese möglichst meiden. Zu einer geeigneten Migränebehandlung sollten Betroffene sich immer von ihrem Arzt beraten lassen.

Diese Tipps helfen bei Migräne:

Regelmäßiges Entspannungstraining und Sport

Abschalten mit leichter Beschäftigung

Regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten

Wenn Kaffee, dass regelmäßig

Keine Angst vor der nächsten Attacke

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Frank Kölble

Pressesprecher

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