Zahl chronisch Lungenkranker steigt kontinuierlich - Immer mehr Menschen im Main-Tauber-Kreis betroffen

Morgendlicher Husten, ein Engegefühl im Brustkorb und Atemnot bei körperlicher Anstrengung sind oft die ersten Anzeichen für eine chronische Lungenerkrankung. 2013 waren in Baden-Württemberg 157.220 AOK-Versicherte betroffen. Im Main-Tauber-Kreis sind im gleichen Jahr 3.152 Patienten deshalb in Behandlung gewesen – Tendenz steigend. Gefährdet ist insbesondere die Altersgruppe 40-Plus, wie die AOK Heilbronn-Franken zum Welt-Lungentag am 19. September mitteilt.

Datum: 07.09.2015 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Main-Tauber-Kreis

COPD ist ein Sammelbegriff für chronische Lungenerkrankungen, die durch medizinische Behandlung nicht rückgängig zu machen und durch eine Verengung der Atemwege gekennzeichnet sind. Stellt man erste Anzeichen fest, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann COPD mit einem Lungenfunktionstext problemlos diagnostizieren. Unterbleibt eine Behandlung, kann ein Lungenemphysem hinzukommen, das mit Sauerstoffmangel und heftigen Atembeschwerden verbunden ist.

Neue Daten der AOK Heilbronn-Franken belegen, dass die Zahl der COPD-Betroffenen fortlaufend ansteigt. Im Main-Tauber-Kreis ist folgende Entwicklung festzustellen: 2.311 Patienten im Jahr 2007, 2.700 in 2009, 3.004 in 2011 und 3.152 in 2013. Lungenemphyseme sind mit durchschnittlich 100 Erkrankungen pro Jahr relativ konstant geblieben. Für den Main-Tauber-Kreis ist bei COPD ein durchschnittlicher jährlicher Anstieg der Erkrankungen von 5,4 Prozent zu verzeichnen. Diese Werte sind alarmierend. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg gelten als besonders repräsentativ, denn mit einem Marktanteil von knapp 43 Prozent ist die AOK die größte Krankenversicherung in Baden-Württemberg.

AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Bei COPD ist die Funktion der Lunge massiv beeinträchtigt. Rauchen gilt als größter Risikofaktor“. Deshalb sei die wirksamste Therapiemaßnahme: Sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Zusätzlich könnten Sport und Atemtechniken die Leiden mindern. Ärzte informieren über die Therapiemöglichkeiten.

Dr. René Schilling

Pressesprecher

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