Zahl der Alkoholvergiftungen 2013 im Landkreis Tuttlingen auf gleichbleibendem Niveau – aber mehr Jugendliche betroffen

Tuttlingen, 1.8.2014 134 Personen aus dem Landkreis  Tuttlingen wurden laut AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg im vergangenen Jahr wegen Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. Dies sind etwas mehr als im Mittel der Jahre 2007 bis 2012 (131 Personen). Diese Zahlen beziehen sich auf AOKVersicherte, die in der Region etwa die Hälfte der Einwohner ausmachen.

Datum: 01.08.2014 / Kategorie: Kindergesundheit

Tuttlingen

Damit folgt die Entwicklung im Landkreis Tuttlingen nicht dem Landestrend. In ganz Baden-Württemberg ist bei AOK-Versicherten die Zahl der Einlieferungen in Krankenhäusern nach Alkoholexzessen um sieben Prozent gesunken. Dies ist vor allem auf einen Rückgang bei den Männern zurückzuführen. Männer sind insgesamt aber häufiger betroffen als Frauen. Im Landkreis Tuttlingen wurden im vergangenen Jahr 2,7-mal so viele Männer wegen Alkoholmissbrauchs stationär aufgenommen als Frauen. Allerdings ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen geringer und beträgt 1 zu 2,1. Besonders hoch war 2013 die Anzahl männlicher Jugendlicher aus dem Landkreis, die wegen Alkoholvergiftung behandelt werden mussten: 25 Personen. Im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2012 waren es dagegen jährlich nur 16 Jungen .Im Landkreis sind die Komatrinker 2013 deutlich jünger gewesen als in den Vorjahren. Sind im langjährigen Mittel 20 Prozent zwischen 15 und 19 Jahren alt gewesen, waren es im vergangenen Jahr 28 Prozent. „Der rauschhafte Alkoholkonsum ist in jungen Jahren besonders schädlich. In diesem Alter kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden, daher führen bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen“, sagt Dr. Sabine Knappstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Insgesamt hat die AOK Baden-Württemberg für die stationäre Behandlung der Alkoholisierten im vergangenen Jahr landesweit 6,1 Millionen Euro ausgegeben. Das sind durchschnittlich etwa 855 Euro pro Patient.

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