Zahl der Pflegebedürftigen steigt im Landkreis um 13 Prozent – Familien für Pflege unersetzlich

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist im Landkreis Rottweil zwischen 2013 und 2015 um 515 Personen von 3.946 auf 4.461 angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 13 Prozent und liegt über dem Landesschnitt von 9,9 Prozent.

Datum: 15.02.2017 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Landkreis Rottweil

Grundlage sind Erhebungen des statistischen Landesamtes, die zum Stichtag 15.12.2015 erhoben wurden und der AOK jetzt vorliegen.

 

„Die Zahl der Pflegebedürftigen wird weiter zunehmen“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Was dabei von den Familien geleistet wird, ist enorm.“ Im Landkreis werden rund drei Viertel (74 Prozent) der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt, was ohne Familienangehörige nicht möglich wäre. Über die Hälfte der Pflegebedürftigen werden sogar ausschließlich von Angehörigen oder weiteren nahestehenden Personen gepflegt. Lediglich ein Viertel (26 Prozent) wird in Pflegeeinrichtungen betreut. Herrmann: „Das Thema Pflege wird in unserem Alltag immer wichtiger. Bereits jetzt hat fast jeder Dritte in Baden-Württemberg eigene Pflegeerfahrung.“ Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK. Demnach sind elf Prozent der Baden-Württemberger aktuell in die Pflege eines nahestehenden Menschen eingebunden. Weitere 21 Prozent haben früher schon einmal gepflegt.

 

Dieser Einsatz wird mit einer Reihe von Leistungen wie etwa Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder Kuren für pflegende Angehörige unterstützt. „Wir stellen in unseren Beratungen fest, dass pflegeunterstützende Angebote oft gar nicht bekannt sind. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich ausführlich informieren zu lassen“, rät der AOK-Chef.

 

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg betreut in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar derzeit 12.030 Versicherte, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Insgesamt betrugen die Ausgaben der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg 2015 für Leistungen der Pflegeversicherung fast 100 Millionen Euro.

 

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