Zahl der Pflegebedürftigen steigt in der Kurpfalz um 11 Prozent – Familien für die Pflege unersetzlich

Die Zahl der Pflegebedürftigen in der Kurpfalz ist zwischen 2013 und 2016 von 35.365 auf 39.271 angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 11 Prozent und liegt über dem Landesschnitt von 9,9 Prozent. Gleichzeitig stellen durch das Pflegestärkungsgesetz II, das seit Januar in Kraft ist, immer mehr AOK-Versicherte einen Antrag an die Pflegeversicherung. Die Zahl der Anträge stieg in der Region im Januar 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent.

Datum: 16.03.2017 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Mannheim

Zahl der Pflegebedürftigen steigt in der Kurpfalz um 11 Prozent – Familien für die Pflege unersetzlich

 

 

 

Neues Gesetz führt seit Jahresbeginn zu stark steigender Zahl von Pflegeanträgen

 

 

 

Die Zahl der Pflegebedürftigen in der Kurpfalz ist zwischen 2013 und 2016 von 35.365 auf 39.271 angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 11 Prozent und liegt über dem Landesschnitt von 9,9 Prozent. Gleichzeitig stellen durch das Pflegestärkungsgesetz II, das seit Januar in Kraft ist, immer mehr AOK-Versicherte einen Antrag an die Pflegeversicherung. Die Zahl der Anträge stieg in der Region im Januar 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent.

 

 

 

Die Zahl der Pflegebedürftigen in der Kurpfalz ist innerhalb weniger Jahre um 11 Prozent gestiegen. Das zeigen die neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes für das Jahr 2016, die der AOK vorliegen.

 

Gleichzeitig steigt auch die Zahl derjenigen stark an, die bei der AOK Rhein-Neckar-Odenwald einen Antrag für die Pflegeversicherung stellen. Waren es im Januar des Vorjahres noch 520 Anträge, stieg die Zahl im Januar 2017 auf 944. Grund dafür ist nicht nur die steigende Zahl an Pflegebedürftigen, sondern auch das neue Pflegestärkungsgesetz II, das zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist. Es beinhaltet neben der Neuaufteilung in fünf Pflegegrade (vorher drei Pflegestufen) auch erweiterte Leistungen.

 

„Die Zahl der Pflegebedürftigen wird weiter steigen“, sagt Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. „Was dabei von den Familien geleistet wird, ist enorm.“ In der Kurpfalz werden fast drei Viertel (74,3 Prozent) der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt, was ohne die Familienangehörigen nicht möglich wäre. Über die Hälfte der Pflegebedürftigen werden sogar ausschließlich von Angehörigen oder weiteren nahestehenden Personen gepflegt. Lediglich gut ein Viertel (25,7 Prozent) wird in Pflegeeinrichtungen betreut.

 

„Das Thema Pflege wird für unsere Gesellschaft immer wichtiger. Bereits jetzt hat fast jeder Dritte in Baden-Württemberg eigene Pflegeerfahrung“, so Strobel. Diese Zahl ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK. Demnach sind elf Prozent der Baden-Württemberger aktuell in die Pflege eines nahestehenden Menschen eingebunden. Weitere 21 Prozent haben früher schon einmal gepflegt.

 

 

 

Dieser Einsatz wird mit einer Reihe von Leistungen der Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder Kuren für pflegende Angehörige von der AOK unterstützt. „Wir stellen in unseren Beratungen fest, dass pflegeunterstützende Angebote oft gar nicht bekannt sind. Deshalb setzt die AOK in komplexen Fällen speziell ausgebildete Pflegeberater ein, um die Situation bei den Pflegebedürftigen daheim zu analysieren und dann konkrete Unterstützungsvorschläge machen“, sagt der AOK-Geschäftsführer.

 

 

 

Die Möglichkeit zur Beratung gibt es in einem der 23 AOK Kunden-Center in der Region, telefonisch unter 0621 97609972 oder per eMail an aok.rhein-neckar-odenwald@bw.aok.de

 

Kontakt zur Pressestelle

Alexander Föhr

Pressesprecher

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