Zeitumstellung bringt Biorhythmus durcheinander – AOK legt Zahlen zu Schlafstörungen im Landkreis Tuttlingen vor

Jeder Dritte in Baden-Württemberg hat Probleme mit der Zeitumstellung und braucht ein paar Tage um wieder in seinen normalen Rhythmus zu kommen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg. 38 Prozent gaben an, dass sie durchschnittlich weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen.

Datum: 19.03.2015 / Kategorie: Krankenstand

Tuttlingen

„Die richtige Schlafdauer kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein", sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Wenn man aber seit über einem Monat drei Nächte oder mehr in der Woche keinen durchgehenden, erholsamen Schlaf finden kann und man sich am Tag müde und kraftlos fühlt, kann dies auf eine chronische Schlafstörung hinweisen." Im Landkreis Tuttlingen waren nach den aktuellsten auswertbaren Zahlen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Jahr 2013 über 3.200 Menschen wegen Schlafstörungen in Behandlung. Das entspricht 4,5 Prozent der Versicherten und liegt über dem Durchschnitt Baden-Württembergs (4 Prozent). Die Zahlen steigen seit Jahren an, nämlich seit 2007 um durchschnittlich 8,5 Prozent jährlich.

Behandlungen wegen Schlafstörungen nehmen mit dem Lebensalter zu. Es gibt einen fast stetigen Anstieg bis zur Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen. Bis 70 sind Männer leicht mehr betroffen, danach

kehrt sich das Verhältnis um und Frauen sind deutlich mehr betroffen.

„Die beste Basis für einen erholsamen Schlaf ist ausreichend körperliche Bewegung und eine ausgewogenen Ernährung, wenig Alkohol und Nikotinverzicht", empfiehlt Herrmann. Wer bereits unter Schlafstörungen leide, solle seinen Hausarzt aufsuchen. Ist die Ursache für die Schlafstörungen gefunden, könne der Arzt weitere therapeutische Schritte einleiten. „Bei hartnäckigen Schlafstörungen kann mit Programmen aus der kognitiven Verhaltenstherapie weitergeholfen werden", so der AOK-Chef. „Diese Programme können den Betroffenen helfen, langfristig Gewohnheiten und Schlafmuster zu verändern, um so wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden."

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