Arthrose: Wenn die Gelenke schmerzen

11,5 Prozent der AOK-Versicherten im Landkreis Ravensburg betroffen

»Das AOK-HüftKnieProgramm, das in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Tübingen entwickelt wurde, unterstützt speziell Menschen mit Knie- oder Hüftarthrose dabei, ihren Körper so zu trainieren, dass die Schmerzen deutlich weniger und die Patienten wieder leistungsfähiger werden. Das Programm erstreckt sich über zwölf Wochen und vermittelt Übungen, mit denen die Teilnehmer zu Hause weitertrainieren können. Die Wirksamkeit dieses Programms wurde in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen.«

Markus Packmohr, Geschäftsführer AOK Bodensee-Oberschwaben

Datum: 17.08.2022 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Ravensburg

Einer Auswertung der AOK Bodensee-Oberschwaben zufolge befanden sich 2020 25.895 Versicherte aufgrund von Arthrose in ärztlicher Behandlung. 11.021 Betroffene kamen dabei aus dem Landkreis Ravensburg. Bei der auch Gelenkverschleiß genannten Erkrankung verändern sich die Gewebestrukturen in den betroffenen Gelenken durch lange einwirkende Schädigungen, Abnutzung oder Verschleiß. Dies führt zu Schmerzen in den betroffenen Gelenken und kann langfristig auch die Funktionsfähigkeit des Gelenks stark einschränken.

 

Eine Arthrose kann in fast jedem Gelenk auftreten. Besonders häufig ist sie jedoch an Hüft- und Kniegelenken. Etwa 20 von 100 Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren sind von Arthrose betroffen, Frauen häufiger als Männer. „Der Gelenkknorpel ist eine elastische und schützende Schicht, der bei plötzlichen Bewegungen wie ein Stoßdämpfer wirkt und einen reibungslosen Bewegungsablauf ermöglicht. Nimmt der Knorpel Schaden und reiben die Knochenenden irgendwann direkt aufeinander, führt das zu Schmerzen“, erklärt Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK Bodensee-Oberschwaben.

 

Einige Risikofaktoren, die zu einem Gelenkverschleiß beitragen können, lassen sich nicht beeinflussen, wie zum Beispiel genetische Veranlagung, Geschlecht, Alter oder anatomische Gegebenheiten wie beispielsweise Fehlstellungen von Knie- oder Hüftgelenk. Es gibt jedoch auch bedeutsame Risikofaktoren, die jeder beeinflussen kann. „Jeder Einzelne kann selbst dazu beitragen, dass eine Arthrose entweder gar nicht entsteht oder das Fortschreiten der Erkrankung hinausgezögert wird. So führt Bewegungsmangel, beispielsweise durch tägliches stundenlanges Sitzen und Ruhigstellung der Gelenke dazu, dass die stabilisierende Muskulatur zu schwach ausgebildet wird, es zu Haltungsschäden und schließlich zur Rückbildung des Knorpels kommen kann. Übergewicht hingegen führt zu einer stärkeren Belastung der Gelenke und kann zudem Entzündungen im Gelenk verstärken“, ergänzt Markus Packmohr. Auch gelenkbelastende Sportarten wie zum Beispiel Ringen, Boxen, Fußball oder Handball erhöhen das Risiko, an Arthrose zu erkranken.

 

Wie eine Arthrose verläuft, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Viele Menschen kommen trotz der Beschwerden so gut in ihrem Alltag zurecht, dass keine Operation und kein Gelenkersatz notwendig werden. Die Gesundheitskasse bietet Betroffenen hierbei Unterstützung: „Das AOK-HüftKnieProgramm, das in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Tübingen entwickelt wurde, unterstützt speziell Menschen mit Knie- oder Hüftarthrose dabei, ihren Körper so zu trainieren, dass die Schmerzen deutlich weniger und die Patienten wieder leistungsfähiger werden. Das Programm erstreckt sich über zwölf Wochen und vermittelt Übungen, mit denen die Teilnehmer zu Hause weitertrainieren können. Die Wirksamkeit dieses Programms wurde in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen“, erzählt Geschäftsführer Markus Packmohr.

 

Thomas Müller

Pressesprecher

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