Osteoporose auf dem Rückmarsch

AOK rät Eltern, bei ihren Kindern auf gesundes Knochenwachstum zu achten.

Datum: 18.10.2018 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Waldshut-Tiengen / Konstanz / Lörrach

Die Zahl der an der Knochenkrankheit Osteoporose Erkrankten an Hochrhein und Bodensee ist rückläufig. Das meldet die AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober. 6.759 AOK-Versicherte waren deswegen in den Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach im vergangenen Jahr in ärztlicher Behandlung. Im Jahr zuvor waren es noch 6.955 Fälle.

 

Auch landesweit ist der Anteil der an Osteoporose Erkrankten seit 2013 um durchschnittlich 1,6 Prozent pro Jahr gesunken. Insgesamt zählte die AOK im vergangenen Jahr 150.693 betroffene Versicherte. Die meisten Erkrankungen treten im Alter ab 85 Jahren auf. „Trotzdem sollten Eltern bei ihren Kindern auf ein gesundes Knochenwachstum achten“, sagt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Eine frühzeitige und lebenslange Prävention durch regelmäßige Bewegung ist für den Erhalt der Knochengesundheit unabdingbar.“ Regelmäßige körperliche Aktivitäten zur Stärkung der Muskulatur und damit auch der Knochen in der Kindheit führen zu einer höheren Knochenmasse und seien somit ein wichtiger Beitrag zur Osteoporose-Prävention.

 

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die durch einen Abbau an Knochenmasse charakterisiert ist, was die Knochenbrüchigkeit erhöht. Risikofaktoren sind allgemein neben Alter und weibliches Geschlecht auch starker Zigarettenkonsum, körperliche Inaktivität und Bewegungsmangel wie auch Fehlernährung. Vor allem die Bereiche Wirbelsäule, Oberschenkelknochen und Handgelenke sind davon häufig betroffen. „Für Osteoporose-Patienten gehören ausführliche Aufklärung und Beratungen zu Lebensstiländerungen zu einer guten Versorgung“, führt die AOK-Ärztin weiter aus. „Dazu zählen Hinweise zu abwechslungsreicher Bewegung mit Förderung der Muskelkraft und Koordination, Empfehlungen zu gesunder Ernährung und Nikotinstop. Auch sollten ältere Menschen möglichst einen Body-Mass-Index von 20 nicht unterschreiten und darauf aufbauend auch Ratschläge zur Sturzprophylaxe.“ Dazu zähle zum Beispiel, eventuell sturzfördernde Medikamente zu überdenken wie Beruhigungsmittel beziehungsweise damit bewusst umzugehen.

 

Die AOK rät zu „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Rehabilitationssport und Funktionstraining als Vorbeugung gegen Osteoporose. Die Selbsthilfepotenziale sollen aktiviert und Betroffene motiviert werden, langfristig selbstständig und eigenverantwortlich an einem Bewegungstraining teilzunehmen.

 

Cordelia Steffek

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