Sommer, Sonne, Sonnencreme – AOK: jährlich rund 124 Hautkrebs-Neuerkrankungen an Hochrhein und Bodensee

AOK-Hautärztin warnt vor zu intensiver Sonnenbestrahlung und gibt Tipps, wie sich die Menschen vor Hautkrebs schützen.

Datum: 08.08.2018 / Kategorie: Gesundheitstipps

Waldshut-Tiengen / Konstanz / Lörrach,

Die Region im Süden Baden-Württembergs ächzt unter den hohen Temperaturen. Viele Menschen zieht es daher zum Beispiel ins Freibad, wo es sich gut aushalten lässt. Zu viel Sonne hat aber auch ihre Schattenseiten. Denn 124 AOK-Versicherte erkranken in den Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach jedes Jahr neu an Hautkrebs.

 

„Zu viel Sonne ist der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs“, erklärt Dr. Gudula Kirtschig, Hautärztin bei der AOK Baden-Württemberg: „Hautkrebs ist oft die Folge von zu intensiver UV-Strahlung, die Erkrankung selbst zeigt sich jedoch häufig erst viele Jahre später.“ Das schlägt sich auch in der AOK-Auswertung nieder: Die Zahl der neu entdeckten Hautkrebserkrankungen steigt mit dem Alter. So weisen die AOK-Statistiken aus, dass die Erkrankungsrate in der Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen etwa doppelt so hoch ist wie bei den 35- bis 39-Jährigen. Bis zum Alter von 64 Jahren seien Frauen etwas häufiger betroffen. In späteren Lebensjahren werde bei Männern dagegen deutlich öfter ein Hautkrebs entdeckt als bei Frauen.

 

Hautkrebs sicher erkennen kann nur der Arzt, weil sich die Hautkrebsarten ganz unterschiedlich bemerkbar machen. „Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs“, meint die Fachärztin: „Viele denken bei Hautkrebs automatisch an den schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom. Die Bezeichnung schwarzer Hautkrebs kommt daher, weil das Melanom häufig einem dunklen Muttermal oder Leberfleck ähnelt. Er ist längst nicht so häufig wie der sogenannte weiße Hautkrebs, aber manche Melanome können besonders gefährlich werden.“ Bei dem häufiger auftretenden weißen Hautkrebs sei es ebenfalls schwer, zwischen einem Hauttumor und gewöhnlichen Hautflecken zu unterscheiden.

 

Die AOK empfiehlt, regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge zu einem dafür qualifizierten Hausarzt oder Dermatologen zu gehen. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung, im AOK-HausarztProgramm bereits ab 20 Jahren.

 

Cordelia Steffek

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