Vorlesen fördert Familiengesundheit

Am 20. November ist wieder bundesweiter Aktionstag - wegen Corona steht er in unter besonderen Vorzeichen. Wie schön Vorlesen ist, kann jeder ganz einfach zu Hause erlebbar machen. Die Stiftung Lesen empfiehlt 15 Minuten täglich. Die gemeinsame Zeit kommt Eltern und Kindern gleichermaßen zugute.

Datum: 09.11.2020 / Kategorie: Kindergesundheit

Ludwigsburg

Bereits zum 17. Mal findet am 20. November auch in diesem Jahr wieder in ganz Deutschland der Vorlesetag statt. Unter dem Motto „Europa und die Welt“ stehen die Vielfalt und das Miteinander im Mittelpunkt. Der Themenwahl sind jedoch keine Grenzen gesetzt – ob komische, alltägliche oder abenteuerliche Geschichten – Hauptsache es wird vorgelesen.

 

Auch der AOK liegt es sehr am Herzen, das Thema Vorlesen zu fördern. Bereits seit 2013 unterstützt sie die gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Allein im letzten Jahr beteiligte sich die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr mit insgesamt 14 regionalen Vorleseaktionen in Kindertagesstätten und Grundschulen. Derartige Veranstaltungen müssen in diesem Jahr aufgrund der Pandemie ausfallen.

 

Wie schön Vorlesen ist, kann jeder aber auch ganz einfach zu Hause erlebbar machen – gerade in Coronazeiten. Nach Empfehlung der Stiftung Lesen sind schon 15 Minuten täglich optimal. „Gemeinsame Lesezeit tut Kindern und Eltern gleichermaßen gut, gibt Geborgenheit und stärkt nachhaltig die Familiengesundheit“, sagt AOK-Experte Felix Lobedank, der selbst Vater ist und seinen Kindern gern vorliest.

 

Die kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung bei der Stiftung Lesen zeigt, dass in etwa jeder dritten Familie selten bis nie vorgelesen wird. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen sind die Eltern im Alltag oft stark gefordert, sodass die nötige Energie für das Vorlesen fehlt. Zum anderen trauen sich manche Eltern nicht zu, ein Erlebnis aus dem Vorlesen zu machen und fühlen sich deshalb nicht wohl dabei.

 

„Es geht nicht um die perfekte Performance. Vorlesen geht überall, beim Warten auf den Bus, gemeinsam auf dem Sofa oder vor dem Schlafengehen. Mit einer kurzen Gute-Nacht-Geschichte kann man den Tag in Ruhe ausklingen lassen, das hilft nicht nur den Kindern“, so Lobedank.

 

Vorlesen wirkt sich gleich mehrfach positiv auf die kindliche Entwicklung aus. Es bedeutet Neues zu entdecken, zu lernen und komplexer zu verstehen. Die Fantasie wird angeregt und die Kreativität gefördert. Durch das Zuhören erweitern die Kinder ihren eigenen Wortschatz und bekommen mehr Lust, selbst lesen zu können.

 

Seit 2004 setzt der Vorlesetag ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene mit vielfältigen Themen für Geschichten. Rund 700.000 Teilnehmende in ganz Deutschland lesen vor und hören zu.

 

Auf aok.de/jolinchen kann die Vorlesegeschichte „Jolinchens Nacht in der Schlossküche“ inklusive Wimmelbild, Malvorlagen, Rätsel und Rezept kostenfrei heruntergeladen werden. Mehr Informationen zum Aktionstag gibt es unter vorlesetag.de.

 

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Nina Lägel

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