CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Dohnt besucht AOK in Bad Urach

Eine der größten Herausforderungen der zukünftigen Gesundheitspolitik wird die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum sein. Da sind sich MdB Michael Dohnt, AOK-Geschäftsführer Klaus Knoll und sein Stellvertreter Martin Hummel einig. Die regionalen Zahlen belegen, dass in den nächsten fünf Jahren zahlreiche Ärzte in den Ruhestand gehen und mit Sicherheit nicht überall ein Nachfolger gefunden werden kann.

Datum: 13.09.2017 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Bad Urach

MdB Dohnt informierte sich bei seinem Besuch über die aktuelle Gesundheitssituation vor Ort. Thematisiert wurde zunächst die Hausarztproblematik. Man war sich einig, dass weitere Anreize und Entlastungen geschaffen werden müssen, damit sich Ärzte in ländlichen Regionen niederlassen. Ein beispielhaftes Projekt, um dem Hausärztemangel im ländlichen Raum entgegenzuwirken, ist das geplante Ärztehaus in Bernloch. Solche medizinischen Versorgungszentren haben den Vorteil, dass z.B. auch Ärztinnen in Teilzeit arbeiten und somit Beruf und Familie besser vereinbaren können. Eine zukunftstaugliche Lösung sieht Knoll in der Digitalsierung. Sie bietet eine enorme Chance, die ärztliche Versorgung vornehmlich in strukturschwachen Gebieten zu verbessern bzw. zu ergänzen. Knoll: „Damit könnte den Versicherten ein schneller und unkomplizierter Zugang zur ärztlichen Versorgung, trotz weiter Distanzen, ermöglicht werden, natürlich immer unter Beachtung von Datenschutz und Datensicherheit.“

 

 

 

Auch beim Rettungsdienst gibt es aktuell zu wenige Notärzte. Knoll:„Ich bin heil froh, dass wir für den Notarztstandort Trochtelfingen eine Lösung gefunden haben.“

 

In diesem Zusammenhang weist Knoll darauf hin, dass künftig ein umfassend ausgebildeter Notfallsanitäterbei Notfällen – auch ohne den Notarzt - die Patienten kompetent versorgen könnte. Für die verbesserte Versorgung der Patienten durch den Einsatz der Notfallsanitäter investieren die Krankenkassen über den Zeitraum 2014 bis 2020 über 190 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung. Die Übertragung von Notfallkompetenzen erfordere allerdings noch Anpassungen des Heilkunde-, des Heilpraktiker- und des Arzneimittelgesetzes.

 

 

 

Zur Umsetzung des Präventionsgesetzes informierte Martin Hummel den Bundestagsabgeordneten. Bei der Betrieblichen Gesundheitsförderungist die AOK in immer mehr Betrieben in der Region präsent und unterstützt diese durch Beratung und praktische Maßnahmen, wie Arbeitssituationsanalysen, Ergonomie-Workshops, Gesundheitstage oder auch Seminare zum Thema psychische Gesundheit. Als Initiatorin oder als Unterstützerin bietet die AOK auch eine Fülle von Angeboten und Maßnahmen in nichtbetrieblichen Lebenswelten wie Kindergarten, Schule, Verein und Kommune. Dohnt brachte bei den Präventionsangeboten einen eigenen Ansatz ein und sicherte im Falle seiner Wiederwahl zu, weitere Gespräche mit den Gesundheitsakteuren vor Ort zu führen.

 

 

 

Kontakt zur Pressestelle

Eveline Blank

KC Balingen, Pressesprecherin

E-Mail: Eveline.Blank@bw.aok.de
Telefon: 07433 262-1100
Telefax: 07433 262-91–1100
Mobil: 0162 4126693

Hindenburgstraße 25
72336 Balingen