Deutlich weniger Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit im Schwarzwald-Baar-Kreis - Sinkende Ansteckungszahlen durch pandemiebedingte Maßnahmen

Seit Beginn der Corona-Pandemie und der umfänglichen Hygienemaßnahmen erkranken deutlich weniger Menschen an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wurden 2019 in Baden-Württemberg 13.427 AOK-Versicherte aufgrund einer Infektion mit dem Virus behandelt, waren es im Folgejahr nur noch 1.847.

Datum: 04.03.2022 / Kategorie: Kindergesundheit

Schwarzwald-Baar-Kreis

Dieser Trend spiegelt sich auch im Schwarzwald-Baar-Kreis wider: Während 2019 234 AOK-Versicherte behandelt wurden, waren es 2020 nur noch 23.

 

Rote Flecken und Bläschen in den Handflächen, auf den Fußsohlen und im Mundbereich – so zeigt sich die hochansteckende Hand-Fuß-Mund-Krankheit, ausgelöst durch Enteroviren. Laut Robert Koch-Institut zufolge infizieren sich in Deutschland jedes Jahr 80.000 bis 140.000 Menschen. Insbesondere Kinder bis zum zehnten Lebensjahr sind betroffen, weshalb die Erkrankung auch zu den Kinderkrankheiten zählt. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie und der verstärkten Hygienemaßnahmen sind die Infektionszahlen drastisch gesunken. In Baden-Württemberg um knapp 87 Prozent.

 

Zu den Symptomen zählen Fieber, Halsschmerzen und nachlassender Appetit. Nach zwei Tagen entstehen rote Flecken auf den Handinnenflächen, den Fußsohlen, im und um den Mund herum. Daher stammt auch der Name Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Besonders schmerzhaft wird es, wenn sich Bläschen und Geschwüre im Gaumen, auf der Zunge und der Mundschleimhaut bilden – sogenannte Aphten.

 

Vorbeugen lässt sich mit umfangreichen Hygienemaßnahmen, denn übertragen werden die Viren über Tröpfchen- oder Schmierinfektion – also über Speichel beim Küssen, Niesen und Husten, aber auch über die Flüssigkeit in den Bläschen oder über Kot. Das Risiko hierfür ist vor allem in den ersten Tagen sehr hoch, weshalb ein enger Kontakt mit Infizierten vermieden werden sollte. Zudem kann man sich über Oberflächen anstecken, die mit Viren verunreinigt sind, wie etwa Türklinken oder Spielzeug.

 

Eine ursächliche Therapie gegen die Erkrankung gibt es nicht. Zur Linderung der Beschwerden im Mundbereich sowie gegen das Fieber kann der Arzt aber Medikamente und Mundspülungen verordnen. Denn insbesondere bei kleinen Kindern ist es wichtig, viel zu trinken. Am besten eignen sich dafür kühle Getränke. Beim Essen sollte man auf heiße, harte oder scharf gewürzte Gerichte verzichten. Weiche Kost wie Brei, Joghurt und Bananen macht es den kleinen Patienten leichter. Außerdem kann Eis die Schmerzen im Mund abschwächen. Eine gute Nachricht: Wer die Krankheit überstanden hat, ist gegen das auslösende Virus immun.

 

Angelika Sönnichsen

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