AOK rät zu Grippeschutzimpfung

Die Wartezimmer bei den Ärzten sind voll, Erkältung, Schnupfen und Co. haben die Ortenau fest im Griff. „Gerade bei nasskaltem Schmuddelwetter fällt eine deutliche Steigerung bei den akuten Infektionen der oberen Atemwege auf“, erklärt Frank Kölble, Pressesprecher der AOK Südlicher Oberrhein

Datum: 17.10.2019 / Kategorie: Impfung

Ortenau

Die Wartezimmer bei den Ärzten sind voll, Erkältung, Schnupfen und Co. haben die Ortenau fest im Griff. „Gerade bei nasskaltem Schmuddelwetter fällt eine deutliche Steigerung bei den akuten Infektionen der oberen Atemwege auf“, erklärt Frank Kölble, Pressesprecher der AOK Südlicher Oberrhein.

 

Zur Vermeidung eines durch Schnupfenviren ausgelösten Erkältungsschnupfens empfiehlt Kölble gründliches Händewaschen. „Vor allem beim Händeschütteln, beim Umarmen oder nach Kontakt mit Türklinken in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Handläufen an Treppen sollte man sehr konsequent sein“. Außerdem sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken, viel frisches Obst und Gemüse zu essen und sich regelmäßig an die frische Luft zu gehen. „Wenn Schmerzen beim Atmen auftreten sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“, rät Kölble. Er wird klären, ob nicht eine Lungenentzündung Grund für das Gesundheitsproblem ist. Auch wer über kurzfristig sehr hohes Fieber oder über Fieber klagt, das länger als einen Tag anhält, sollte zum Arzt.

 

„Nicht selten beginnt aber eine Influenza, eine echte Grippe, mit ähnlichen Symptomen wie ein grippaler Infekt“, warnt Kölble. „Man sollte einen grippalen Infekt keinesfalls mit der echten Grippe verwechseln“. 2018 zählte die AOK in der Ortenau 2256 an Grippe erkrankte Versicherte. Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Der Anteil von Männern und Frauen ist etwa gleich groß. Nicht ganz so groß fiel der Zuwachs in Baden-Württemberg aus. Zählte die AOK 2017 63.300 an Grippe erkrankte Versicherte, so waren es 2018 rund 92.000. Aber auch im benachbarten Landkreis Emmendingen fällt die Steigerung sehr deutlich aus: Hier stieg die Zahl von 523 (2017) auf 1164 (2018).

 

Zu den Beschwerden einer echten Grippe gehören unter anderem Fieber zwischen 38° C bis 40° oder höher, Muskel- und Gelenkschmerzen im ganzen Körper, Kopfschmerzen, starke Abgeschlagenheit und ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Auch trockener Husten ohne Schleim, Appetitlosigkeit und starke Müdigkeit können auf eine Influenza hinweisen. „Die Schutzimpfung kann das Risiko, eine Grippe zu bekommen, um mehr als die Hälfte senken“, berichtet der Offenburger Allgemeinmediziner Ulrich Geiger. Da sich Grippeviren allerdings ständig verändern sollte, wer einen ausreichenden Impfschutz möchte, sich jedes Jahr erneut impfen lassen. Nimmt die Grippe einen schweren Verlauf, kann dies zu Komplikationen führen, wie zum Beispiel einer Lungenentzündung. „Sie zählen immer noch zu den häufigsten Todesursachen junger Menschen“, klärt der Hausarzt Geiger auf. Auch bei Menschen, deren Abwehrsystem geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten. Einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts zufolge sind in der Grippewelle 2017/2018 in Deutschland über 20.000 Menschen durch Influenza gestorben. „Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt“, so das Institut.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwanger ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, sagt der AOK-Sprecher. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

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Frank Kölble

Pressesprecher

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