Date mit der Ortenau: "Wir brauchen sie alle"

Die Ortenau wirbt um Ärztenachwuchs

Datum: 29.11.2018 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Gengenbach / Ortenau

Zu einem Date mit der Ortenau hatten AOK Südlicher Oberrhein und die Kreisärzteschaft junge Medizinstudierende nach Gengenbach eingeladen. Die Veranstalter machten es sich zur Aufgabe, für die Region zu werben und den jungen Medizinern zu zeigen, warum es sich lohnt, in der Ortenau zu leben und als Arzt zu arbeiten.

 

„Wir wollen nicht abwarten und zuschauen, wie sich die Zukunft entwickelt“, erklärt Petra Spitzmüller, stv. Geschäftsführerin der AOK Südlicher Oberrhein, „sondern den Nachwuchsmedizinern zeigen, welche hervorragenden Möglichkeiten sich in der Ortenau bieten“. Gemeinsam mit Ulrich Geiger, Hausarzt in Offenburg und Vorsitzender der Kreisärzteschaft, entwickelte Spitzmüller das Konzept „Ein Date mit der Ortenau“. Die Hintergründe sind bekannt: Etwa jeder vierte niedergelassene Hausarzt ist über 60 Jahre alt und denkt an den Ruhestand. Heute sind die Wege zum Hausarzt noch relativ kurz. Doch viele Studien zeigen, dass schon in wenigen Jahren die Wege deutlich länger sein werden.

 

„Die meisten Studierenden kennen die Ortenau nur von der Durchreise: Letzter ICE-Stopp vor Freiburg oder hier wird die Autobahn zweispurig“, ist sich Geiger sicher. Das Date mit der Ortenau soll die Region bekannter machen.

 

20 Studenten meldeten sich und ergatterten einen der begehrten Plätze. Im Schwarzwaldhotel in Gengenbach brachten die Veranstalter die Nachwuchsmediziner mit Hausärzten und anderen bedeutenden Akteuren des Gesundheitswesens zusammen. Dabei stellte Carina Heitmann, Personaldirektorin des Ortenau Klinikums, unter anderem die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten vor. Dominik Fehringer, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Ortenau, ging auf die außergewöhnlichen wirtschaftlichen Vorzüge der Region ein, während Stefan Kranz und Angélique Klein von der Sparkasse Möglichkeiten vorstellten, wie man eine Praxisübernahme finanzieren kann. Verschiedene Vertreter der Wirtschaft sind es auch, die als Sponsoren die Veranstaltung erst ermöglichten. In unterschiedlichen Vorträgen und Gesprächsrunden erfuhren die Studenten, wie das regionale Gesundheitsnetzwerk funktioniert, was die Ortenau kulinarisch zu bieten hat und wie es um das Freizeitangebot bestellt ist. Besonders aufschlussreich waren die Besuche verschiedener Arztpraxen. Hier konnten sich die Studenten auf Augenhöhe mit den Ärzten austauschen und ganz gezielt fragen, was den Beruf des Hausarztes auszeichnet, worauf es bei einer Praxisübernahme ankommt und welche Unterstützung man bekommen kann. Die Teilnehmer sind sich einig: Das Date schließt eine Wissenslücke im Medizinstudium. Und weil die Entscheidung über den künftigen Lebensmittelpunkt meist partnerschaftlich beschlossen wird, haben AOK und Kreisärzteschaft den Partner oder die Partnerin gleich mit eingeladen. „Wir möchten einfach zeigen, wie hoch die Lebensqualität in der Ortenau ist und dass man als Landarzt bei uns viele Möglichkeiten hat, sowohl beruflich als auch privat“, erklärt Spitzmüller. „Wir brauchen sie in jedem Fall alle – ob Haus- oder Fachrichtung, ob Klinik oder Niederlassung.“, resümiert Geiger.

 

Frank Kölble

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