Heuschnupfen? Oder doch Corona?

Die Beschwerden können anfangs durchaus ähnlich sein. Menschen mit einer Pollenallergie sind in diesen Tagen besonders verunsichert. Auch Heuschnupfen kann zu asthmatischen Beschwerden wie Husten und Atemnot führen – beides Symptome, die auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten können.

Datum: 03.06.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Ortenau

AOK-Auswertungen zufolge waren im Ortenaukreis im Jahr 2018 über 6000 Menschen wegen Heuschnupfen in ärztlicher Behandlung. Vier Jahre zuvor waren dies 5.500 Versicherte. „Das ist ein deutlicher Anstieg“, erklärt Armin Roth, Leiter des Kundencenters in Lahr. Pollenallergien betreffen sehr viele Menschen. In Baden-Württemberg wurden 2018 deshalb 216.450 AOK-Versicherte behandelt. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. In den Nachbarkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald erfasste die AOK 2018 2.791 bzw. 3.125 behandelte Versicherte.

 

„Eine typische Heuschnupfenreaktion sind gereizte Augen und eine laufende Nase“, klärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein auf. „Am besten ist es, die Auslöser, sofern diese bekannt sind, zu meiden“. Sie rät auch zu einem Blick in den Pollenflugkalender. Gerade im Frühjahr sei die Pollenkonzentration besonders hoch. Sie empfiehlt, im Auto die Fenster geschlossen zu halten und sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen. Hilfreich seiden zudem Pollenschutzgitter an den Wohnungsfenstern.

 

Auch ein Asthmaanfall kann durch eine Pollenallergie ausgelöst werden. Ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Husten können typische Symptome sein. „Wer verunsichert ist, der sollte mit seinem Arzt Kontakt aufnehmen“, rät Roth. „Er wird auch entscheiden, ob ein COVID-19-Test sinnvoll ist“. Menschen mit Asthma sind häufig der Meinung, auf Sport verzichten zu müssen. „Wichtig ist, dass das Asthma gut kontrolliert wird und die Belastung nicht zu hoch ist“. Studien würden darauf hinweisen, dass Sport und Bewegung, die an die eigene Fitness angepasst werden, Asthmabeschwerden sogar auf Dauer verringern können.

 

Bei Kindern bleiben Allergien oft zu lange unerkannt. „Je früher man aber die richtige Diagnose stellt und eine Behandlung einleitet, desto besser lassen sich viele Allergien beeinflussen“, so Knapstein. Sie rät daher bei entsprechenden Symptomen mit kleinen Kindern frühzeitig den Haus- oder Kinderarzt aufzusuchen.

 

 

 

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