Wolfach: AOK-Belegschaft spenden Teil ihres Gehalts

AOK-Mitarbeitende aus Baden-Württemberg spenden einen Teil ihres Gehalts zugunsten von Menschen in der Ukraine und aus der Ukraine Geflüchteter.

Datum: 09.06.2022 / Kategorie: Sonstiges

Wolfach

Die ganze Welt blickt seit Februar schockiert nach Ost-Europa. Schwer beschädigte Städte und Infrastrukturen, Angriffe auf Kliniken und Schulen. Diese Bilder sind in ihrer Grausamkeit kaum zu beschreiben. Millionen Menschen sind aus der Ukraine bereits in europäische Nachbarstaaten geflüchtet. „Wir wollen helfen und auch ein Zeichen für den Frieden setzen“, sagt Norbert Limberger, Leiter des AOK-Kundencenters in Wolfach. Um das Sammeln und Weitergeben von Spenden zu vereinfachen, hat die Bundesregierung steuerliche Erleichterungen beschlossen. Im Rahmen der sogenannten „Arbeitslohnspende“ verzichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AOK freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts zugunsten einer Spende an empfangsberechtigte Einrichtungen. „Meine Kolleginnen und Kollegen sammelten in Baden-Württemberg so fast 11.000 Euro, die an unterschiedliche Hilfsorganisationen verteilt werden“. Auch die Ukraine-Hilfe Kinzigtal konnte durch die Spenden unterstützt werden. Ihrem Initiator, der Wolfacher Hausarzt Igor Reitmann, konnte Limberger einen Scheck über 1.700 Euro überreichen.

 

„Aus der Idee Ich lade mal eben meinen Sprinter und fahre Richtung Ukraine wurden Anfang März zwei Sprinter und ein LKW samt Anhänger mit 10 Tonnen Sachspenden beladen und nach Polen gefahren“, schildert Reitmann. Er selbst siedelte 1997 mit seiner Familie aus der ukrainischen Stadt Odessa nach Deutschland um und ließ sich vor fünf Jahren als Hausarzt in Wolfach nieder. „Wir freuen uns, wenn wir mit unseren Spenden den Menschen im Kriegsgebiet und denen, die nach gelungener Flucht im Kinzigtal angekommen sind, helfen können“, erklären Limberger und AOK-Personalrat Roland Schneider.

 

Bildunterschrift: Igor Reitmann (Mitte) freut sich über die AOK-Unterstützung, überreicht von Norbert Limberger (links) und Roland Schneider

 

Frank Kölble

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