10.000 Lux bekämpfen Winter-Depression

Datum: 27.12.2017 / Ressort: Gesundheitstipps

Die Tage werden kürzer, der Himmel ist meist grau und die Stimmung ist im Keller: Das muss nicht zu einer depressiven Störung führen. Einige Menschen sind jedoch in dieser Zeit anfälliger für depressive Erkrankungen. Eine saisonal bedingte Depression liegt dann vor, wenn in drei oder mehr aufeinander folgenden Jahren die depressiven Episoden immer zur gleichen Jahreszeit auftreten, meist im Herbst und Winter. In der Regel verschwinden die Anzeichen einer saisonal bedingten Depression nach drei bis vier Monaten wieder. Die Häufigkeit der Winter-Depression ist abhängig vom Breitengrad. In den deutschsprachigen Ländern sind etwa 2,5 Prozent der Menschen betroffen. Jüngere haben ein erhöhtes Risiko, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Sie macht sich vor allem durch ausgeprägte Antriebslosigkeit, ein gesteigertes Schlafbedürfnis und vermehrten Appetit, Gewichtszunahme und einen Heißhunger nach Süßigkeiten bemerkbar.

Im Falle einer Winter-Depression wird die psychische Verfassung vermutlich durch den Mangel an hellem Tageslicht getrübt. „Körperliche Bewegung im Freien hebt bei vielen Menschen die Stimmung und kann depressiven Episoden vorbeugen sowie die Symptome einer Depression lindern“, erläutert PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin und Psychotherapeutin von der AOK Baden-Württemberg. Empfohlen werden häufig Walking, Joggen und Radfahren. Zudem kann der Einsatz von sehr hellem Kunstlicht die Symptome der saisonalen Depression lindern“, ergänzt PD Dr. Sabine Knapstein. Die Behandlung mit dem Lichttherapiegerät erfolgt an mehreren Tagen und dauert jeweils rund 30 Minuten. Die Lichtstärke beträgt dabei zwischen 2.500 und 10.000 Lux.


Aktivitäten und Kurse, ergänzend zu einer Lichttherapie, bietet die AOK Baden-Württemberg für Ihre Mitglieder vor Ort. Mehr Informationen finden Sie hier.