Coronavirus in Baden-Württemberg: AOK-Hotline informiert Versicherte

AOK rät zu besonderem Augenmerk auf Hygiene

Datum: 28.02.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Nach ersten bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg sind in weiteren Bundesländern Corona-Fälle nachgewiesen worden. Experten warnen vor einer Panik und betonen, dass das Gesundheitssystem in Deutschland für den Epidemie-Fall gut gerüstet ist. Gleichzeitig gehen die Virologen davon aus, dass sich das neuartige Virus in Deutschland weiter ausbreiten wird. „Wichtig ist, die Verbreitung des Corona-Virus‘ einzudämmen und die Ansteckungsketten zu unterbrechen“, so Dr. Leslie Trautrims-Michelitsch, Leiterin Behandlungsmanagement der AOK Baden-Württemberg. „Schon regelmäßiges, intensives Händewaschen und -desinfizieren können das Risiko einer Ansteckung deutlich minimieren.“ Darüber hinaus rät sie, nicht mit den Händen das Gesicht zu berühren sowie in die Armbeuge zu husten und zu niesen. Versicherte der AOK Baden-Württemberg können sich bei Fragen zum Coronavirus auch am AOK-MedTelefon unter 0800 1050501 kostenfrei informieren.

In Baden-Württemberg sind derzeit mehrere Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Die meisten von ihnen haben sich auf einer Italienreise oder beim Kontakt mit Reiseheimkehrern aus Italien angesteckt. Allen Patienten geht es derzeit den Umständen entsprechend gut. „Experten gehen davon aus, dass eine Corona-Infektion für 80 Prozent der Betroffenen glimpflich verläuft“, sagt Trautrims-Michelitsch. Betroffene würden nicht mehr spüren als erkältungstypische Symptome. Jedoch könne das Virus in Einzelfällen einen schwereren Verlauf nehmen und zu starken Lungenentzündungen führen. Wer Symptome wie trockenen Husten, Halsschmerzen, Muskelschmerzen und Fieber bei sich feststelle, solle sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, davor aber den Arzt telefonisch kontaktieren damit weitere Ansteckungen in der Arztpraxis vermieden werden können. Die Inkubationszeit beträgt nach bisherigen Erkenntnissen längstens 14 Tage.

Die Behandlung Erkrankter erfolgt symptomatisch. Dabei können die Patienten mit fiebersenkenden Mitteln und, wo nötig, mit Antibiotika unterstützt werden. In schwereren Fällen wird künstlich beatmet oder das Blut mit Sauerstoff angereichert. Für die meisten jungen Menschen oder Menschen im mittleren Alter ist das Virus nicht lebensgefährlich, wenn sie grundsätzlich gesund sind. Gefährlich ist das Virus laut Experten für ältere Menschen und  Personen mit Vorerkrankungen. An einem Impfstoff wird derzeit unter anderem in Baden-Württemberg mit Hochdruck geforscht. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland vom Robert-Koch Institut aktuell (28.02.2020) als gering bis mäßig eingeschätzt.

 

 

 

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