EU-weite Umfrage zur Sommerzeit

Zeitumstellung kann auch gesundheitliche Folgen haben

Datum: 08.08.2018 / Ressort: Gesundheitstipps

Erstmals befragt die EU-Kommission in diesem Jahr die gesamte Bevölkerung der Europäischen Union nach deren Meinung zur Zeitumstellung. Die Online-Abstimmung läuft unter https://ec.europa.eu/info/consultations/2018-summertime-arrangements_de noch bis zum 16. August und soll als Grundlage für einen möglichen Vorschlag zur Abschaffung der Sommerzeit dienen. Die Zeitumstellung ist umstritten, denn neben der oftmals angezweifelten Energieeinsparung bringt sie auch erheblichen Aufwand und birgt gesundheitliche Risiken: Probleme mit dem Schlaf, dem Wohlbefinden und der Gesundheit, ausgelöst durch die Zeitumstellung, beeinflussen das tägliche Leben und mindern die Lebensqualität für viele Menschen.

Zahlen der AOK Baden-Württemberg zeigen, dass Schlafstörungen ein weit verbreitetes Problem sind. Im Jahr 2016 waren 187.279 Versicherte der AOK Baden-Württemberg wegen Schlafstörungen in ambulanter oder stationärer Behandlung. Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter an, Frauen und Männer sind zu etwa gleichen Anteilen betroffen. „Bis zu 20 von 100 Menschen haben Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Frauen und ältere Menschen haben besonders häufig Schlafstörungen und auch chronische Schlafprobleme. Sie können aber in jedem Alter auftreten, sogar bei kleinen Kindern“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Ein fester Zeitplan und klare Gewohnheiten unterstützen den Schlaf-Wach-Rhythmus. So sollte man möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und zur gleichen Zeit aufstehen. Grundsätzlich sollte man jedoch erst dann ins Bett gehen, wenn man sich müde fühlt. Entspannungstechniken wie zum Beispiel autogenes Training oder progressive Muskelentspannung müssen zwar zunächst erlernt werden, sind aber langfristig sehr erfolgversprechend.“

Mehr Informationen zum Schlaf der Baden-Württemberger finden Sie in einer Forsa-Umfrage der Südwest-AOK.