Experten-Tipps zum Welt-Asthmatag

Heuschnupfen, Asthma oder doch Covid-19 – dazu äußert sich PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Würtztemberg.

Datum: 05.05.2020 / Ressort: Gesundheitstipps

Neben den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie plagt viele Menschen in Baden-Württemberg aktuell der Heuschnupfen. Rund 5 Prozent der Versicherten bei der AOK Baden-Württemberg leiden unter dieser Allergie. Eine häufige Reaktion von Heuschnupfenpatienten ist ein allergischer Schnupfen, der sich durch häufiges Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase bemerkbar macht. „Bei starken Beschwerden fühlen sich viele Betroffene zudem schlapp und müde. Geht der allergische Schnupfen auch mit einer Bindehautentzündung einher, tränen und jucken die Augen und die Augenlider sind geschwollen. Auch Juckreiz und asthmatische Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit können auftreten“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

Anlässlich des Welt-Asthmatages am heutigen Dienstag (05.05.2020) - unter den Versicherten der AOK Baden-Württemberg sind mehr als 6 Prozent davon betroffen - rät die Expertin dazu, bei typischen Anzeichen zu einem Arzt zu gehen und abklären zu lassen, ob Asthma vorliegen könnte. „Typische Symptome für Asthma sind: ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, also das sogenannte Giemen, Atemnot, Engegefühl der Brust und Husten, die anfallsweise auftreten. Ein Anfall von Asthma bronchiale kann ausgelöst werden unter anderem durch Allergien beispielsweise gegen Pollen oder Hausstaubmilben oder andere allergene Stoffe in der Umwelt. Weitere mögliche Auslöser sind Infekte, Arzneimittel wie beispielsweise Schmerzmittel oder Betablocker, körperliche Anstrengung oder Kälte. Rauchen und Asthma vertragen sich nicht. Betroffene sollten Umgebungen meiden, in denen geraucht wird."

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie gibt es auch beim Thema Heuschnupfen und Asthma ein paar Punkte, die zu beachten sind: Im Zusammenhang mit Heuschnupfen können manchmal Beschwerden auftreten, die denen einer Covid-19-Erkrankung ähnlich sind. Zwar stehen bei Heuschnupfen allergischer Schnupfen, also Niesattacken und laufende oder verstopfte Nase, sowie häufig auch Augenjucken im Vordergrund. Doch Heuschnupfen kann auch zu asthmatischen Beschwerden wie Husten und Atemnot führen – beides Beschwerden, die auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten können. Außerdem ist es möglich, dass zum Heuschnupfen eine Atemwegsinfektion hinzukommt. Dafür spricht, wenn zusätzlich zu den typischen allergischen Reaktionen ein außergewöhnlicher Husten oder auch Fieber auftritt. Betroffene sollten sich in beiden Fällen telefonisch an ihren behandelnden Arzt wenden und mit ihm das weitere Vorgehen klären, zum Beispiel auch, ob ein Covid-19-Test sinnvoll ist.

Für Menschen mit Asthma bronchiale bietet die AOK Baden-Württemberg ein spezielles, strukturiertes Behandlungsprogramm: AOK-Curaplan Asthma (https://www.aok.de/pk/bw/inhalt/curaplan-aktiv/). Dieses gewährleistet eine optimale Behandlung von Asthma bronchiale durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, eine Asthma-Therapie, die sich an dem besten verfügbaren wissenschaftlichen Wissen orientiert, Patientenschulungen, die die Patienten zur aktiven Mitarbeit auf Augenhöhe mit dem Arzt befähigen und zielgerichtete Informationen.