Fortbestand der acht Krebsberatungsstellen im Land auch für 2019 gesichert

Datum: 08.11.2018 / Ressort: Versorgung

Die Bundesregierung hat immer noch nicht die Finanzierung der Krebsberatungsstellen geregelt. Ein Gesetzgebungsverfahren dazu steht seit 2016 aus. Wie bereits in den Vorjahren springt die AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit der Landesregierung, der Deutschen Rentenversicherung und den übrigen gesetzlichen Krankenkassen auch für 2019 in die Bresche. „Denn“, so Andreas Schmöller, verantwortlich für das Rehabilitations- und Pflegemanagement bei der größten Kasse im Südwesten, „die psychosoziale Unterstützung der Patientinnen und Patienten und ihren Familien ist für die Bewältigung ihrer Krankheit enorm wichtig.“

Nur durch das seit 2016 andauernde Engagement, aus einem Schulterschluss der gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung gemeinsam zwei Drittel der jährlich insgesamt 1,2 Millionen Euro für den Fortbestand der Krebsberatungsstellen zu übernehmen, können diese weiter ihre wichtigen Dienste leisten. Das verbleibende Drittel steuert das Land Baden-Württemberg bei. Allein die AOK Baden-Württemberg zahlt 2018 fast eine Viertel Million Euro an die Krebsberatungsstellen und stellte aufgrund von Fehlbeträgen jeweils neben dem „GKV-Finanzierungsanteil“ einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Damit können die Krebserkrankten und ihre Angehörigen weiter auf die qualifizierte Unterstützung der Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg bauen.

Die Diagnose Krebs stürzt Erkrankte und deren Angehörige unvermittelt in eine Krise, der Unterstützungsbedarf dieser Menschen ist besonders groß. Im Interesse aller Krebspatientinnen und -patienten fordert die AOK Baden-Württemberg, dass die Krebsberatungsstellen durch die Bundespolitik endlich als Regelleistung festgeschrieben werden.

Die AOK Baden-Württemberg begleitet Versicherte bei der Krebsberatung zusätzlich mit dem Programm ‚AOK-Curaplan Brustkrebs‘. Dabei werden Brustkrebs-Patientinnen von 40 psychoonkologisch ausgebildeten Beraterinnen intensiv auf ihrem schwierigen Weg begleitet. Im Jahr 2017 wurden 815 Frauen betreut.