Frühzeitig gegen Herzschwäche vorbeugen

Anlässlich des Weltmännertages empfiehlt die AOK Baden-Württemberg, die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Gesundheitsstörungen zu nutzen

Datum: 02.11.2018 / Ressort: Versorgung, Gesundheitstipps

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2017 insgesamt 206.917 AOK-Versicherte aufgrund einer Herzinsuffizienz behandelt. Obwohl sich statistisch gesehen mehr Frauen (113.478) als Männer (93.439) behandeln lassen, steigen die Behandlungszahlen in den letzten Jahren nur noch bei den Männern. Während die Zahlen bei den Frauen von 2014 bis 2017 um 0,5 Prozent gesunken sind, steigerten sich diese bei den Männern um 17,6 Prozent. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Herzinsuffizienz bei den Männern in Deutschland die fünfhäufigste Todesursache.

Bei einer Herzinsuffizienz handelt es sich um eine mangelnde Pumpleistung des Herzens. Bei einem Vorwärtsversagen reicht die Pumpleistung nicht aus, um den Körper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Bei einem Rückwärtsversagen kommt es zu einem Rückstau des Blutes. Das kann zu Wassereinlagerungen in der Lunge oder in den Beinen führen. Herzinsuffizienz kann zu Atemnot - etwa beim Treppensteigen -, zu einer verminderten Leistungsfähigkeit oder auch zu Herzrhythmusstörungen führen.

Anlässlich des Weltmännertages am 3. November 2018 empfiehlt die AOK Baden-Württemberg, die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Gesundheitsstörungen zu nutzen. Ab dem 35. Lebensjahr können Männer und Frauen alle zwei Jahre für einen Check zum Arzt.

Neben der regelmäßigen Kontrolle durch den Hausarzt, kann auch jeder selbst etwas dafür tun, das Risiko einer Herzinsuffizienz zu senken. „Eine gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung, eine gesunde, fettarme Ernährung, mäßiger Alkoholkonsum, Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin können das Risiko vermindern, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. Auch wenn die Diagnose einmal gestellt ist: Gezielte Vorbeugung und eine Veränderung der Lebensgewohnheiten können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Wichtig bei dieser Erkrankung, die die Lebensqualität vieler Menschen einschränke, sei es außerdem, dass der behandelnde Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführe und gegebenenfalls Fachärzte hinzuziehe.