Gefahren abwenden durch Vorsorgeuntersuchungen

Mit zunehmendem Alter der Kinder werden die regelmäßigen Gesundheits-Checks vernachlässigt

Datum: 19.09.2019 / Kategorie: Kindergesundheit

Stuttgart

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September hat die AOK Baden-Württemberg die Zahlen der Vorsorgeuntersuchungen ihrer Versicherten im Kindes- und Jugendalter analysiert. Auffallend ist der Trend, dass Eltern mit steigendem Alter ihrer Kinder immer seltener diese Gesundheits-Checks in Anspruch nehmen. Während noch 100 Prozent der 2017 bei der AOK Baden-Württemberg versicherten Babys zur U4 gebracht wurden, gingen nur noch 80 Prozent der Kinder im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern zur U8. Die Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche (aktuell U1 bis U9 sowie J1) sind ein wichtiger Baustein zur gesunden kindlichen Entwicklung. In den ersten Lebensjahren machen Kinder gewaltige Entwicklungsschritte. Deshalb ist es wichtig, dass bei den „U“-Untersuchungen der allgemeine Gesundheitszustand und die altersgemäße Entwicklung eines Kindes regelmäßig ärztlich überprüft werden.

 

Vorsorgeuntersuchungen begleiten Kinder in ihrer Entwicklung, die gerade in den ersten Lebensjahren rasant verläuft. Deshalb wurde gerade für diese Lebensphase ein dichtes Netz an Vorsorgeuntersuchungen geknüpft. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg zeigen allerdings, dass die Bereitschaft der Eltern, mit ihren Kindern zu den regelmäßigen Gesundheits-Checks zu gehen, mit steigendem Alter des Nachwuchses abnimmt. 2017 sind alle bei der AOK Baden-Württemberg versicherten Babys mit ihren Eltern (100 Prozent) zur U4 (3.-4. Lebensmonat) gegangen und immerhin noch 98 Prozent zur U5 (6.-7. Lebensmonat). Demgegenüber nahmen die U9 (mit etwa fünf Jahren), die letzte von insgesamt zehn Vorsorgeuntersuchungen, nur noch 88 Prozent der Kinder in Anspruch. Die restlichen 12 Prozent der Mädchen und Jungen im Vorschulalter verpassten somit auch die umfangsreichste Voruntersuchung bis zu diesem Alter. Die Untersuchung für Versicherte im Teenageralter (J1) zwischen 13 und 14 Jahren wird von weniger als der Hälfte wahrgenommen (43 Prozent).

 

Wie wichtig die Inanspruchnahme der Gesundheits-Checks ist, erklärt Dr. Hans-Peter Zipp, Arzt bei der AOK Baden-Württemberg: „Kinder und Jugendliche haben aktuell gesetzlichen Anspruch auf die U1 bis U9 bis zum 6. Lebensjahr sowie die J1. Diese Untersuchungen dienen der Früherkennung von Krankheiten, die ihre körperliche oder geistige Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden. Die Maßnahmen sollten mögliche Gefahren für die Gesundheit der Kinder dadurch abwenden, dass aufgefundene Verdachtsfälle eingehend diagnostiziert und erforderlichenfalls rechtzeitig behandelt werden können.“

 

Neben den gesetzlich festgelegten Untersuchungen bietet die AOK-Baden-Württemberg ihren Versicherten bei einer Teilnahme am AOK-HausarztProgramm zusätzlich die Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen U10 (von 7 bis 8 Jahren), U11 (von 9 bis 10 Jahren) sowie J2 (von 16 bis 17 Jahren) an.

 

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