Geriatrie: Qualität in der Versorgungskette nahtlos herstellen

Sonderverträge mit ausgewählten Kliniken und Rehaeinrichtungen angestrebt

Datum: 23.10.2019 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart/Mannheim

Laut einer aktuellen Analyse des Ministeriums für Soziales und Integration (MSI) und der AOK Baden-Württemberg leben im Land rund 800.000 potentiell geriatrische Patienten, bis 2035 wird ihre Zahl auf über 1,14 Millionen steigen. Die AOK Baden-Württemberg strebt an, die gesundheitliche Versorgung dieser älteren Menschen weiter zu verbessern. Dazu stellt sie in Aussicht, spezielle Verträge mit Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen und anderen an der geriatrischen Versorgung Beteiligten zu schließen, die sich durch eine besonders hohe Kompetenz auszeichnen. „Die geriatrische Versorgung in Baden-Württemberg ist im bundesweiten Vergleich auf einem besonders hohen Niveau“, so Dr. Christopher Hermann beim Landesgeriatrietag am heutigen Mittwoch (23.10.2019) in Mannheim. Angesichts der demografischen Entwicklung dürfe man sich darauf aber nicht ausruhen. „Im Interesse der älteren Patientinnen und Patienten brauchen wir ein strukturiertes Behandlungsmanagement mit klaren und anspruchsvollen Qualitätskriterien.“ Dazu müsse man die Scheuklappen endlich ablegen und an den Sektorengrenzen die notwendigen Übergänge schaffen. Die größte Kasse im Südwesten sei bereit, die gesetzlichen Möglichkeiten auch in dieser Hinsicht voll auszuschöpfen.

 

„Um die Qualität weiter zu steigern, sollten das Wissen und die Kompetenzen stärker an ausgewählten Standorten gebündelt werden“, so Hermann. Unter anderem sollten ausgewählte Kliniken die übrigen Leistungserbringer im Land dann regelmäßig schulen und beraten. „Im Ergebnis entsteht eine nahtlose, qualitativ hochwertige Versorgung vom Haus- oder Facharzt über die Kliniken bis hinein in den Rehabereich.“ Im erfolgreichen Programm AOK-proReha Geriatrie habe man hervorragende Erfahrungen gemacht, die Versorgung durch besondere Verträge mit den Einrichtungen auf einem sehr hohen Niveau zu etablieren. Diese sollen bis Ende 2020 auf alle geriatrischen Rehaeinrichtungen im Land ausgeweitet werden.

 


Hinweise für die Redaktionen:

Das Geriatriekonzept 2014 baut auf dem in Baden-Württemberg 1989 erstmals aufgelegten und 2001 überarbeiteten Geriatriekonzept des Landes auf. Das neu entwickelte Konzept beschreibt die Grundlagen und Handlungsfelder der geriatrischen Versorgung. Zentrales Ziel ist es, älteren Menschen ein langes und möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen. Es sieht unter anderem vor, dass Krankenhäuser, die als Geriatrische Schwerpunkte oder Geriatrische Zentren ausgewiesen sind, finanzielle Zuschläge von den Krankenkassen erhalten.

 

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