Gesund altern als Herausforderung

Datum: 28.03.2019 / Ressort: Versorgung

Die Gruppe der Über-80-Jährigen unter den Älteren wächst am stärksten, laut dem statistischen Bundesamt sind es in Deutschland bis 2060 rund 9 Millionen – mehr als jeder Zehnte in Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass diese Menschen durch den Ausbau qualitativ hochwertiger Versorgung, Prävention und Rehabilitation in jeder Lebensphase möglichst gesund und fit durchs Leben gehen und dann auch im hohen Alter so selbständig wie möglich sein können. Wie lange wir im Alter möglichst gesund sind, hängt wesentlich davon ab, wie Prävention, Rehabilitation und Pflege ineinandergreifen.

Gezielte Maßnahmen in Prävention und Rehabilitation sind notwendig, damit es gar nicht oder möglichst spät zu Pflegebedürftigkeit kommt. Denn viele Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel, die beispielsweise die Entstehung von Tumorerkrankungen begünstigen und für koronare Herzerkrankungen, Diabetes Typ-2 oder Erkrankungen des Bewegungsapparates verantwortlich sein können, entstehen schon im Kindesalter. Auch die Vermittlung von Gesundheitskompetenz sind wesentliche Faktoren um zu erreichen, dass die Menschen möglichst lange gesund bleiben: Rund ein Drittel der Tumorerkrankungen ließe sich laut Schätzung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg vermeiden, wenn ausreichend Krebsprävention betrieben würde. Sogar jede zweite wäre laut DKFZ vermeidbar, wenn neben des Präventionspotentials auch Krebsfrüherkennungs- und Krebsvorsorgemaßnahmen ausgeschöpft würden.


Hinweis an die Redaktionen:
Mit diesen und weiteren Aspekten des Älterwerdens befasst sich das interdisziplinäre Symposium „Altern: Biologie und Chancen“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vom 28. bis 30. März 2019 unter anderem mit einem Vortrag „Die Gesellschaft des langen Lebens“ von Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.