Grippeerkrankungen nehmen zu

Die AOK Baden-Württemberg empfiehlt eine Grippeimpfung

Datum: 21.02.2018 / Ressort: Versorgung

Die Zahl der Grippeerkrankungen in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen. Meldeten sich im Dezember 2017 noch insgesamt 2412 bei der AOK Baden-Württemberg versicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund einer Grippe krank, waren es im Januar 2018 mit 6195 mehr als doppelt so viele, die aufgrund einer Grippeerkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei ihrem Arbeitgeber einreichen mussten.


Eine Grippe wird durch Influenzavieren verursacht, geht mit einem plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl, verbunden mit Allgemeinsymptomen wie Muskel- und/oder Kopfschmerzen und Reizhusten einher und hält länger an als ein grippaler Infekt.


Vor allem Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr sollten sich durch eine Impfung vor Grippe schützen. Dazu zählen neben Senioren ab 60 Jahren und chronisch kranken Menschen aller Altersgruppen auch Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Auch Schwangeren wird ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels zur Impfung geraten.


Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt insbesondere Menschen ab 60 Jahren eine Grippeimpfung. In diesem Alter besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. „Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine bakterielle Infektion der Atemwege eine lebensbedrohliche Lungenentzündung auslösen“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre.” Die Grippeschutzimpfung könne bei diesem Personenkreis die Erkrankungsraten auf die Hälfte verringern, so Knapstein.


Die Kosten der Grippeschutzimpfung übernehmen die AOK Baden-Württemberg und andere gesetzliche Krankenkassen für ihre Versicherten.