Hörgeräte: Regionalität Entscheidungsfaktor Nummer 1

Datum: 24.06.2019 / Ressort: Studien

Gesundheitsversorgung spielt sich regional ab – auch bei Hörgeräten. Für die Versicherten der AOK Baden-Württemberg ist Wohnortnähe der entscheidende Faktor bei der Wahl des Hörakustikers. Dies ergab eine aktuelle Befragung des GKV-Spitzenverbandes, deren Ergebnisse heute (24.06.) vorgestellt wurden. „Regionaler Gestaltungswille und die Kenntnis der konkreten Bedürfnisse vor Ort ergeben einfach eine bessere Hilfsmittelversorgung der Menschen im Land“, so Kyriake Mastroyannis, verantwortlich für die Hilfsmittelversorgung bei der AOK Baden-Württemberg. „Regionalität ist und bleibt ein wichtiger Garant, um entsprechende Versorgungsverträge im Interesse unserer Versicherten zu schließen.“

Insgesamt zeichnet die vorliegende Befragung rund zwei Jahre nach Inkrafttreten des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) ein positives Bild der Qualität von Hörhilfen. Demnach zeigen sich rund 80 Prozent der befragten Versicherten der AOK Baden-Württemberg mit ihrem Hörgerät zufrieden – unabhängig davon, ob sie selbst aufgezahlt haben oder nicht. „Dies bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Hörgeräte höchste Ansprüche erfüllen“, so Mastroyannis. „Im Interesse unserer Versicherten sehen wir es positiv, dass unsere fortlaufenden Bemühungen um ein Mehr an Qualität auch bei ihnen ankommen.“ Nachholbedarf bestehe bei der vertraglich vereinbarten Beratung durch die Leistungserbringer. „Nur gute zwei Drittel der Befragten geben an, aktiv über die Möglichkeit einer für sie aufzahlungsfreien Versorgung mit modernen und qualitativ hochwertigen Hörgeräten, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, informiert worden zu sein.“ Hier werde die AOK Baden-Württemberg mit den Hörakustikern ins Gespräch gehen und eine durchgehend aktive Beratung einfordern. Zudem werde man die Beratungsleistungen in Stichproben überprüfen.


Hinweis an die Redaktionen:
Für die Erhebung werteten das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum der Universität Duisburg-Essen und opta data im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes die Antworten von 3.457 Versicherte von 14 gesetzlichen Krankenkassen aus, die ein Hörgerät tragen.