Immer mehr Baden-Württemberger leiden unter Migräne

Anzahl der betroffenen Männer wächst

Datum: 30.08.2018 / Ressort: Gesundheitstipps

Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg sind mit Migräne-Erkrankungen in ärztlicher Behandlung, das zeigen Zahlen der AOK Baden-Württemberg: 130.637 Patientinnen und Patienten der Krankenkasse, bei der fast jeder zweite im Land versichert ist, waren 2017 mit der Diagnose „Migräne“ in ambulanter oder stationärer Behandlung. Die Dunkelziffer liegt nach Meinung von Experten noch deutlich höher, da viele Betroffene die Symptome mit Selbstmedikation behandeln und nicht zum Arzt gehen. Die Zahl der Betroffenen stieg von 2013 bis 2017 altersstandardisiert im Durchschnitt jedes Jahr um 2,2 Prozent.

„Wie häufig Migräne-Attacken auftreten, ist individuell sehr unterschiedlich,“ sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Manchen Betroffenen haben sie regelmäßig für mehrere Tage im Monat, bei anderen sind die Abstände sehr unregelmäßig. Eine Diagnose ist fast immer bereits anhand der typischen Symptome möglich.“ Darum ist ein Besuch beim Hausarzt empfehlenswert, nur so kann die bestmögliche Therapie im Einzelfall erfolgen. Über zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen, aber auch immer mehr Männer leiden unter Migräne. Die Zahl der erkrankten Männer in Baden-Württemberg stieg in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um 2,9 Prozent auf 27.221 Fälle.

Die Ursachen für Migräne, die sich mit Symptomen wie Kopfschmerzattacken, Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit äußern, sind nicht bekannt – allerdings kann auch eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Um Migräne-Anfälle zu verhindern, sollten auslösende Faktoren wie zum Beispiel Stress, Schlafmangel oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme vermieden werden.

Mehr Informationen rund um das Thema Migräne und wie sie vermieden werden kann unter www.aok.de/pk/bw/  und www.migraeneliga.de