Info-Hotline: Bereits 800 Anrufe zum Coronavirus

AOK-MedTelefon bietet Hilfestellung zu akuten Fragen

Datum: 03.04.2020 / Ressort: Gesundheitstipps

Stuttgart

Gehöre ich zur Risikogruppe? Wie kann ich mich schützen? Was soll ich tun, wenn ich mit einer an COVID-19 erkrankten Person in Kontakt war? Soll ich mich testen lassen und wenn ja, wo? Das sind die häufigsten Fragen, die derzeit beim AOK-MedTelefon zum Thema Coronavirus eingehen. Rund 800 Menschen haben seit Beginn der Pandemie Rat und Hilfe bei der Info-Hotline 0800 1050501 gesucht und gefunden. Damit nimmt der Service der AOK Baden-Württemberg eine echte Lotsenfunktion ein.

„Unsere wichtigste Aufgabe war es von Beginn an, die Ratsuchenden zu beruhigen und mit den wichtigsten Informationen zur Übertragung des Virus zu versorgen. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang Hinweise auf die notwendigen Hygienemaßnahmen“, erklärt Dr. Leslie Trautrims-Michelitsch, Leiterin des Behandlungsmanagements der AOK Baden-Württemberg. „Die Unsicherheit war vor allem zu Beginn der Pandemie sehr groß.“ 

Auch in Baden-Württemberg setzte schon früh ein großer Ansturm auf Arztpraxen ein, der zu einer hohen Belastung des Gesundheitssystems führte. Viele Menschen wollten sich auf eine Infektion testen lassen – ob mit oder ohne Anzeichen einer Erkrankung. Am Ende der Winterferien kehrten zudem viele Ski-Urlauber mit Erkältungs- oder Grippesymptomen aus Risikogebieten zurück. „In dieser Situation galt es zu vermeiden, dass Covid-19-Infizierte das Virus in die Arztpraxen tragen und es weiter verbreiten“, erklärt Trautrims-Michelitsch. Nach wie vor gelte deshalb: Kein Arztbesuch ohne vorherigen Anruf in der Praxis.

Viele Anrufer suchen Entscheidungshilfen: Soll ich den Arzt kontaktieren, oder nicht? Ist für mich ein Test zu empfehlen? Bei der Beratung orientiert sich das Expertenteam aus Ärzten und medizinischen Fachkräften an den Informationen des Robert-Koch-Instituts. „Wir informieren uns laufend über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse“, so Trautrims-Michelitsch. Die wichtigsten Ratschläge seien weiterhin: Freiwillige häusliche Isolierung bei Symptomen von Atemwegsinfektionen, mindestens eineinhalb Meter Abstand halten zu anderen Personen, häufiges Händewaschen und Einhalten der Hust- und Niesetikette.

Am meisten Sorgen machen sich mittlerweile chronisch Kranke, die vor allem wissen möchten, ob sie zur Risikogruppe für schwere Verläufe gehören. Vor allem diese Anrufer motivieren die Experten ausdrücklich, zu Hause zu bleiben. Dafür sollten alle Hilfsangebote angenommen werden. Trautrims-Michelitsch: „Wenn jemand für Sie einkaufen gehen möchte, nehmen Sie dieses Angebot an! Ein gesunder Egoismus ist da angebracht“.

Das AOK-MedTelefon steht den Versicherten der AOK Baden-Württemberg rund um die Uhr kostenfrei zur Verfügung: Telefon 0800 1050501