Krankenhäuser: Qualität stimmt – und könnte noch besser werden

Mindestmengen-Transparenzliste gibt Patientinnen und Patienten Orientierung

Datum: 29.10.2019 / Ressort: Krankenhaus

Die Qualitätssicherung in den baden-württembergischen Krankenhäusern entwickelt sich erfolgreich. Dies bestätigt die aktuelle Mindestmengen-Transparenzliste, die die AOK Baden-Württemberg heute (29.10.2019) veröffentlichte: Im Land führen nur die Kliniken bestimmte Operationen durch, die gemessen an der Zahl der Eingriffe, der sogenannten Mindestmenge, die notwendige Übung haben oder eine Ausnahmegenehmigung aufgrund der Mindestmengenregelung besitzen. Verbindliche Mindestmengen gelten derzeit bundesweit für Leber- und Nierentransplantationen, komplexe Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, künstliche Kniegelenke, Stammzelltransplantationen sowie die Versorgung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm. „Die Mindestmengen-Transparenzliste gibt den Menschen einen guten Anhaltspunkt, welche Kliniken die größte Erfahrung bei bestimmten Eingriffen besitzen“, so Nadia Mussa, Fachbereichsleiterin Krankenhausversorgung bei der AOK Baden-Württemberg. „Sie kann damit ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Auswahl der passenden Klinik sein, wenn zum Beispiel Eingriffe bei künstlichen Kniegelenken anstehen.“

Trotz des positiven Ergebnisses dürfe man nun nicht die Hände in den Schoß legen, so Mussa weiter. „Gerade weil die Mindestmengen nachgewiesenermaßen einen erfolgreichen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Fläche leisten, sollte ihr Einsatz im Interesse der Patientinnen und Patienten sukzessive weiterentwickelt und ausgeweitet werden.“ Auf wissenschaftlicher Basis müssten, so Mussa, die bestehenden Regelungen immer wieder auf den Prüfstand gestellt sowie neue Bereiche definiert werden, in denen zukünftig ebenfalls Mindestmengen greifen sollten. Ein Blick in die Mindestmengentransparenzliste zeige zudem, dass bei einzelnen Leistungsbereichen innerhalb einer Stadt mehrere Leistungserbringer dieselbe Leistung mit unterschiedlichen Fallzahlen anbieten. Hier bestehe Potenzial für weitere Leistungsbündelungen, ohne das Versorgungslücken entstehen, mit dem Effekt weiterer Qualitätsverbesserungen durch mehr Erfahrung.

 

Hinweis an die Redaktionen:
Die Mindestmengen-Transparenzliste der AOK Baden-Württemberg enthält alle Krankenhäuser im Land, die die jeweiligen Leistungen im Jahr 2020 erbringen dürfen. Zum Download.