Leichter Rückgang bei Osteoporose

AOK Baden-Württemberg: Prävention beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter

Datum: 19.10.2018 / Ressort: Gesundheitstipps

Welt-Osteoporosetag: Osteoporose ist die am weitesten verbreitete Knochenerkrankung im Alter. Laut dem Robert Koch Institut leiden etwa 15 Prozent der Frauen ab einem Alter von 50 Jahren und 6 Prozent der Männer in der gleichen Altersgruppe unter Osteoporose. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 150.693 Versicherte der AOK Baden-Württemberg (132.181 Frauen, 18.512 Männer) aufgrund einer Osteoporose-Erkrankung stationär oder ambulant behandelt. Mit Blick auf die Zahlen aus den zurückliegenden fünf Jahren lässt sich ein leichter Rückgang dieser Knochenerkrankung erkennen. Der Anteil ist seit 2013 um durchschnittlich 1,6 Prozent pro Jahr gesunken.

Allerdings ist der Anteil aller Versicherten der AOK Baden-Württemberg, die sich aufgrund einer Osteoporose im Jahr 2017 behandeln ließen, mit 3,47 Prozent immer noch relativ hoch. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung, um drohende folgenschwere Knochenbrüche, chronische Schmerzen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Eine Behandlung mit verschiedenen Medikamenten in Kombination mit einer Bewegungstherapie kann gegen das Fortschreiten der Krankheit helfen. „Für Osteoporose-Patienten gehören ausführliche Aufklärung und Beratungen zu Lebensstiländerungen zu einer guten Versorgung. Dazu zählen Hinweise zu abwechslungsreicher Bewegung mit Förderung der Muskelkraft und Koordination, Empfehlungen zu gesunder Ernährung und Nikotinstop. Auch sollten ältere Menschen möglichst einen Body-Mass-Index von 20 nicht unterschreiten und darauf aufbauend auch Ratschläge zur Sturzprophylaxe. Dazu zählt zum Beispiel, eventuell sturzfördernde Medikamente zu überdenken wie Beruhigungsmittel beziehungsweise damit bewusst umzugehen“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

Auch wenn die Krankheit im Kindes- und Jugendalter nahezu keine Rolle spielt, empfiehlt Dr. Knapstein, mit der Prävention bereits in jungen Jahren zu beginnen: „Eine frühzeitige und lebenslange Prävention durch regelmäßige Bewegung ist für den Erhalt der Knochengesundheit unabdingbar. Regelmäßige körperliche Aktivitäten zur Stärkung der Muskulatur und damit auch der Knochen in der Kindheit führen zu einer höheren Knochenmasse und sind somit ein wichtiger Beitrag zur Osteoporoseprävention.“