Notaufnahmegebühr? Bessere Strukturen heißt die Lösung!

Die AOK Baden-Württemberg lehnt die Forderung der KBV nach einer "Notaufnahmegebühr" entschieden ab

Datum: 25.07.2018 / Ressort: Krankenhaus, Versorgung

Die AOK Baden-Württemberg lehnt die jüngste Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach einer Gebühr zur Vermeidung überflüssiger Besuche in der Notaufnahme von Kliniken entschieden ab.

Versicherte zu bestrafen ist keine Lösung und die Idee „Praxisgebühr“ ist weder neu noch innovativ. Stattdessen lautet die Aufgabe bessere Strukturen zu schaffen. Ansätze liegen in einer Weiterentwicklung der Honorarregelungen für ambulante Ärzte sowie der Krankenhaus- und Rettungsdienstfinanzierung, um Fehlanreize in den Ambulanzen zu vermeiden. Hierzu gehört auch eine qualitativ hochwertige Steuerung der Patienten auf die richtige Versorgungsstufe.

Die Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg zeigt, dass es auch ohne finanzielle Zwangsmaßnahmen geht, die Versicherten besser im Versorgungssystem zu steuern. Die AOK Baden-Württemberg stärkt in der HZV die zentrale Steuerungs- und Koordinierungsfunktion der rund 4.000 teilnehmenden Haus- und Kinderärzte. Diese steuern nachhaltig die rund 1,6 Millionen Patientinnen und Patienten, die in der HZV eingeschrieben sind, auch hinsichtlich der Inanspruchnahme fachärztlicher Leistungen.