Perspektive wechseln: Alter ganz anders

Für eine aktive Teilhabe am Leben im Alter

Datum: 14.06.2022 / Ressort: Gesundheitstipps

Wie wird Altern in unserer Gesellschaft definiert, wie gehen wir damit um? Die Soziologin und Professorin Annelie Keil sagte: „Eine stabile körperliche und geistige Gesundheit ist das Phantom, dem wir nachjagen … und am besten mit Rolle vorwärts in den Sarg.“ Die Realität ist regelhaft eine andere. Was ist in dieser Realität Aufgabe und Rolle „der Institutionen“ und wie ist das Zusammenspiel mit den Angehörigen, die die Hauptlast in der Pflegearbeit leisten, und auch mit den Ehrenamtlichen? Die Pandemie zeigt, dass ein „Nebeneinander“ von Institutionen nicht lösungsorientiert ist, zuweilen sogar negative Auswirkungen haben kann. Demgegenüber: Überall dort wo es gelungen ist, die Grenzen der Institutionen zu verschmelzen und pragmatisch zusammenzuarbeiten, weil die Perspektive der Menschen mit ihren Bedarfen in den Blick genommen wurde, hat das Krisenmanagement funktioniert. Auf Landesebene konnte sich die AOK gemäß ihren Grundüberzeugungen einbringen. Wir sind bei den Menschen und forcieren sektorenunabhängige Lösungen vor Ort. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die Pflegeherausforderungen stehen wir mit unserem Positionspapier „Alter – ganz anders“ für eine innovative, generationsgerechte Gestaltung des Gesundheitswesens. Die Zusammenarbeit mit den Pflegestützpunkten bei den Kommunen zeigt, wie Zusammenarbeit funktionieren kann, so dass individuellen Bedarfen und Lebenssituationen Rechnung getragen und „Last“ verteilt wird – und ist hoffentlich nur der Anfang für die Weiterentwicklung regionaler Beratungs- und Unterstützungsnetzwerke. Hier können Pflegekassen und Kommunen Hand in Hand arbeiten – eine jede mit ihren Kernkompetenzen und Zugängen. Und beide mit partizipativen Ansätzen und einem gemeinsamen Ziel: die aktive Teilhabe am Leben auch im Alter.

Informationen für ein neues Miteinander in einer sich wandelnden Gesellschaft unter aok.de/gp/bw/alter-ganz-anders

Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht im #AgendaGesundheit Magazin. Den Link zur aktuellen Ausgabe finden Sie im Anhang dieser Seite.