Prävention: Regionale Steuerung statt bundesweiter Gießkanne

Rund 50 Millionen Euro für Gesundheitsförderung in Baden-Württemberg

Datum: 03.07.2019 / Ressort: Versorgung

Die AOK Baden-Württemberg hat im abgelaufenen Jahr rund 50 Millionen Euro in Präventionsmaßnahmen ihrer Versicherten investiert. „Prävention gewinnt in einer Gesellschaft des langen Lebens besondere Bedeutung“, so Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung der AOK Baden-Württemberg. „Wer von klein auf und kontinuierlich etwas für seine Gesundheit tut, schafft die besten Grundlagen für ein Altern in Gesundheit.“ Deshalb liege einer der Schwerpunkte der Gesundheitsförderung der AOK Baden-Württemberg in der Zusammenarbeit mit Sportvereinen, Kitas, Schulen und Hochschulen.

Wichtig sei, so Ommer-Hohl, nicht einfach nur Geld auszugeben, sondern es zielgerichtet und mit nachweisbaren Ergebnissen zu investieren. „Durch unsere starke regionale Verwurzelung kennen wir die konkreten Bedürfnisse vor Ort und können sie durch unsere über Jahre hinweg gewachsenen vertrauensvollen Partnerschaften mit Vereinen, Kitas, Schulen und Hochschulen passgenau bedienen.“ So sei beispielsweise von unabhängiger Seite wissenschaftlich erwiesen, dass das AOK-Präventionsprogramm JolinchenKids die Motorik von Kindern in den rund 350 teilnehmenden Kitas spürbar verbessere. Eine zentralistische Verteilung im Gießkannenprinzip dagegen, bei der jemand irgendwo in der Republik entscheide, wo welche Präventionsmaßnahme angeboten oder unterstützt würde, führe zwangsläufig zu weniger guten Resultaten.

Die AOK Baden-Württemberg beschäftigt in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung/Stressmanagement und psychische Gesundheit aktuell über 500 Präventionsfachkräfte, die Unternehmen und Partner wie Kindertagesstätten, Schulen, Sportvereine, Gemeinden und Pflegeeinrichtungen individuell beraten.