Präventionsprogramm AOK-JolinchenKids für Kinderbewegung förderlich

Studie mit 62 bundesweit ausgewählten Kindertagesstätten

Datum: 09.04.2019 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Das AOK-Präventionsprogramm „JolinchenKids – Fit und gesund in der Kita“ wirkt sich positiv auf das Bewegungsverhalten und den Medienkonsum von Kindern aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie im Rahmen einer aktuellen wissenschaftlichen Erhebung. „In dieser Studie haben wir einen hohen methodischen Standard angelegt. Dies war im dynamischen Setting Kindertagestätte durchaus schwierig umzusetzen. Dennoch konnten wir positive Effekte des Präventionsprogramms zeigen“, sagt Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung.

 

AOK-JolinchenKids kommt bundesweit bereits in über 3.600 Kindertagesstätten zum Einsatz und erreicht rund 132.000 Familien – 340 Einrichtungen davon befinden sich in Baden-Württemberg. Das Programm besteht aus insgesamt fünf flexibel einsetzbaren Modulen: Bewegung, Ernährung, seelisches Wohlbefinden, Elternpartizipation und Erzieher/innengesundheit. In einem anspruchsvollen Studiendesign mit 62 bundesweit zufällig ausgewählten Kindertagesstätten in ländlichen und städtischen Regionen wurden die Effekte des Programms untersucht. Während die eine Hälfte der ausgewählten Einrichtungen das Programm in den Kita-Alltag integriert hatte, nahmen die 31 anderen aus der sogenannten Kontrollgruppe im Messzeitraum von zwölf Monaten nicht an JolinchenKids teil.

 

Gut die Hälfte der Kitas, die das Programm nutzen (55 Prozent), verwendete den Baustein Bewegung, er erzielte der Studie zufolge auch den größten Effekt. Katharina Bahorski, Präventionsexpertin und Sportwissenschaftlerin bei der AOK Baden-Württemberg: „JolinchenKids zeigt schon nach einem Jahr statistisch gesicherte Effekte auf das Bewegungsverhalten von Kindern. In Einrichtungen, die ein Jahr lang das AOK-Bewegungsmoduls durchgeführt hatten, waren die Kinder im Schnitt eine knappe Sekunde schneller, als Kita-Kinder, bei denen JolinchenKids nicht umgesetzt wird.“ Die Ergebnisse wurden mittels eines Motoriktests gemessen, in fünf Modulen wurde dabei insbesondere die Aktionsschnelligkeit der Kinder untersucht.

 

Zwar griff nur jede vierte Kindertagesstätte (23 Prozent) das Modul „Elternpartizipation“ auf, allerdings gab es hier neben dem Bereich Bewegung auch sehr gute Ergebnisse. So berichteten hier die Eltern von einem signifikant niedrigeren Medienkonsum ihres Nachwuchses als in Kitas, in denen das AOK-Präventionsprogramm bis dato nicht zum Einsatz kam. Die Grundlage hierfür lieferten die quantitativen Aussagen von Eltern im Rahmen einer Fragebogenerhebung.

 

„Die Studie zeigt aber auch, dass in vielen Einrichtungen schlichtweg die Zeit fehlt, um ein Programm wie JolinchenKids in den Kita-Alltag zu integrieren. Gerade im Hinblick auf die nun dokumentierten guten Wirkungsnachweise ist das ein kleiner Wermutstropfen“, so Katharina Bahorski. Hier werde die AOK Baden-Württemberg weiter ansetzen und interessierten Kindertagesstätten entsprechende Hilfestellungen geben, damit auch diese zukünftig vom Präventionsengagement der Gesundheitskasse profitieren.

 

Kontakt zur Pressestelle

AOK Baden-Württemberg Pressestelle

Kontaktdaten der AOK Baden-Württemberg Pressestelle

E-Mail: presse@bw.aok.de
Telefon: 0711 2593-229
Telefax: 0711 2593-100

Presselstraße 19
70191 Stuttgart