Reha für Ältere? Macht Sinn!

Datum: 25.07.2018 / Ressort: Versorgung

Das Landessozialgericht in Stuttgart hat aktuell entschieden: Demenzkranke dürfen nicht per se von Reha-Maßnahmen ausgeschlossen werden. Ein gutes Zeichen! Denn auch ältere Patientinnen und Patienten profitieren – vor allem, wenn die Rehabilitation speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dies zeigt das Beispiel AOK proReha Geriatrie. Das Behandlungskonzept soll nach einem Oberschenkelhalsbruch vor allem die Menschen wieder fit machen für ihr Leben zuhause, die älter sind und unter mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden.

In den Kooperationskliniken erarbeiten die Teams aus Ärzten, Pflegedienst und Therapeuten für jeden Patienten einen individuellen Rehaplan, der auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen fußt – und vor allem sein alltägliches Umfeld in den Mittelpunkt nimmt. Welche motorischen Fähigkeiten sind besonders wichtig? Gilt es, viele Stufen zu steigen? Wohnt der Patient an einem Hang, so dass er häufig Steigungen meistern muss?

Die Erfolge sind erfreulich – insbesondere für die Patientinnen und Patienten. So sank der Anteil der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, bei denen die Rehabilitationseinrichtung nach der Entlassung Probleme sieht, deutlich. Tendenziell können mehr Menschen in ihr gewohntes Umfeld statt ins Pflegeheim entlassen werden. Ein schöner Nebeneffekt: Urininkontinenz kommt deutlich seltener vor, was an besser abgestimmten Medikationsplänen liegt, mit denen die Patientinnen und Patienten die Rehaklinik verlassen.