Stürze im Alter können verhindert werden

AOK-Programm „Sturzprävention in Pflegeheimen“ reduziert Brüche und Operationen

Datum: 01.10.2018 / Ressort: Gesundheitstipps, Versorgung

Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zeigt, dass Hüftfrakturen wie ein Oberschenkelhalsbruch die mit Abstand häufigsten Knochenbrüche in hohem Alter sind — mit fatalen Folgen: Zehn Prozent der Patienten sterben innerhalb von 30 Tagen nach dem Sturz, rund ein Fünftel kommt nach dem Unfall nicht mehr auf die Beine und muss in eine Pflegeeinrichtung ziehen.

Damit es gar nicht erst zu einer Knie- oder Hüftgelenks-OP kommt, führt die AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit Pflegeinrichtungen das Programm „Sturzprävention in Pflegeheimen“ durch. Mehr als die Hälfte der Pflegeheimbewohner stürzt mindestens einmal pro Jahr. Das sind in baden-württembergischen Pflegeheimen rund 40.000 Stürze. Die meisten davon ziehen komplizierte und langwierige Brüche nach sich. Gerade Stürze und deren Folgen werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen als ein wesentliches Problem beschrieben.

Solche Stürze können bereits durch einfache Maßnahmen verhindert werden. Wesentliche Inhalte der AOK-Sturzprävention sind deshalb die Qualifizierung des Pflegepersonals, eine Analyse des Sturzgeschehens, die Umgebungsgestaltung, die Pflegeorganisation sowie das Balance- und Krafttraining. Die Sicherheit der älteren Menschen im Alltag wird gestärkt und dadurch auch die Angst reduziert. Oberschenkelbrüche und Krankenhauseinweisungen können vermieden werden. Laut AOK-Angaben wurden bereits über 700 Einrichtungen im Land geschult.