Welt-Rheumatag: Früherkennung und Rauchverzicht

AOK-FacharztProgramm fördert die Beratung und Unterstützung des Rheuma-Patienten durch den Arzt

Datum: 11.10.2018 / Ressort: Versorgung

Anlässlich des Welt-Rheumatags am 12. Oktober 2018 weist die AOK Baden-Württemberg darauf hin, dass eine frühe Diagnose und Therapieeinleitung von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf einer Rheumaerkrankung sind. In Deutschland sind schätzungsweise zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung und rund 15.000 Kinder und Jugendliche von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Landesweit zählte die AOK Baden-Württemberg im Jahr 2016 183.508 Versicherte, die aufgrund von Rheuma behandelt wurden. Die meisten Betroffenen sind zwischen 75 und 79 Jahre alt.

„Der Begriff ‚entzündlich-rheumatische Erkrankungen‘ bezeichnet eine Gruppe sehr unterschiedlicher, oft chronisch verlaufender Krankheiten. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem eigenes Körpergewebe an. Die entzündlichen Reaktionen betreffen vor allem den Bewegungsapparat, können aber auch innere Organe wie Herz und Niere schädigen. Beispiele für solche Erkrankungen sind die rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew und der systemische Lupus erythematodes“, erklärt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Bei fortgeschrittenem Rheuma könnten schon einfache Tätigkeiten schwerfallen. Dazu zählten zum Beispiel Körperpflege, das Essen mit Messer und Gabel oder das Schließen von Knöpfen. Andere Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Rheumaerkrankung stehen wie zum Beispiel Schmerzen und Abgeschlagenheit könnten für die Betroffenen sehr belastend sein.

Ein Mittel, den Krankheitsverlauf etwas weniger schlimm zu gestalten, kann Nikotinverzicht sein. „Rauchen trägt zur Entstehung einer rheumatoiden Arthritis bei und kann den Verlauf der Erkrankung ungünstig beeinflussen. Bei Rheumatikern, die nicht rauchen, wirken Rheumamedikamente besser als bei Rauchern. Rheumakranke Raucher brauchen daher mehr Medikamente. Studien belegen auch, dass die Zerstörung der erkrankten Gelenke bei Rauchern aggressiver verläuft als bei Nichtrauchern“, sagt Knapstein. Die Versorgung von Rheumakranken im Rahmen des AOK-FacharztProgramms fördert deshalb auch ganz bewusst die Beratung und Unterstützung des Patienten durch den Arzt mit dem Ziel des Rauchverzichts.