Weltdrogentag 2018

"Zu 100 Prozent vermeidbar!"

Datum: 26.06.2018 / Ressort: Gesundheitstipps

Den 26. Juni hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen bereits im Jahr 1987 zum "Weltdrogentag" ernannt, um auf den Missbrauch von Substanzen aufmerksam zu machen, die Abhängigkeiten erzeugen können. Entsprechend umständlich liest sich denn auch der volle Name des Aktionstags: "Internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr" ("International Day against Drug Abuse and Illicit Trafficking").

Mit eigenen Zahlen kann die AOK Baden-Württemberg ein breites Spektrum des Drogenkonsums belegen: Im Jahr 2017 erhielten insgesamt 3.097 ihrer Versicherten im Krankenhaus eine Spezifische Qualifizierte Entzugsbehandlung und hatten zusätzlich mindestens eine Haupt- oder Nebendiagnose auf psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch Opioide, Cannabinoide, Kokain, andere Stimulanzien (vor allem Methamphetamin), Halluzinogene oder multiplen Substanzgebrauch. 451 Versicherte der AOK Baden-Württemberg haben 2017 eine Sucht-Rehabilitation durchgeführt, worunter auch Maßnahmen des Alkoholentzugs subsumiert werden.

Schädigungen durch Drogen gehören zu den wenigen gesundheitlichen Risiken, die Menschen ebenso bewusst wie vollständig verhindern können. Im gesamten Gesundheitswesen nehmen Schädigungen durch Drogenkonsum damit eine Sonderstellung ein: "Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien demonstriert die gravierenden Folgen des Drogenkonsums – und dazu zählen auch legale Drogen wie Alkohol und Tabak - in der Schwangerschaft", sagt Dr. Manuela Pfinder vom Fachbereich Gesundheitsförderung der AOK Baden-Württemberg. "Die durch den Drogenkonsum verursachten irreversiblen Schädigungen bei Embryo und Fötus sind zu 100 Prozent vermeidbar. Aus diesem Grund beginnt Prävention dort, wo menschliches Leben beginnt, nämlich bereits in der pränatalen Phase.“

Website der Vereinten Nationen zum Weltdrogentag