Zumeldung - 2.000 Ärzte fordern Maßnahmen gegen Fehlernährung

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt die Initiative der Ärzte

Datum: 02.05.2018 / Ressort: Zumeldung

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt die Initiative der Ärzte, von der Bundesregierung wirksame Maßnahmen gegen Fehlernährung zu fordern. „Unsere Zahlen zeigen, dass Versicherte, die bereits rund um ihren 30. Geburtstag krankhaft übergewichtig sind und eine Diabetesdiagnose haben, in den folgenden 10 bis 15 Jahren deutlich häufiger als Nicht-Diabetiker zusätzlich Bluthochdruck, Erkrankungen des Herzens, des Blutgefäßsystems sowie der Gelenke entwickeln und an einer Depression erkranken“, sagt Privatdozentin Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg und Ernährungsmedizinerin. Von den rund 423.000 Diabetikern, die 2016 bei der AOK Baden-Württemberg versichert waren, hatten mehr als 145.000 krankhaftes Übergewicht (Adipositas). Das ist mehr als jeder Dritte.

„Mehr als 90 von 100 Diabetikern haben Diabetes Typ 2. Mit dem Anstieg von Überernährung und Bewegungsmangel in der Gesellschaft steigt auch die Zahl der Typ-2-Diabetiker deutlich an“, betont PD Dr. Sabine Knapstein. Um körperlichen Schäden wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und weiteren Erkrankungen wirksam vorzubeugen, haben Gewichtsnormalisierung und körperliche Aktivität hohe Priorität. „Umso wichtiger ist es, früh die Grundlagen für eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zu legen. Dafür ist es notwendig, zu Verhaltensänderungen zu motivieren sowie Eltern und Kindern die entsprechende Gesundheitskompetenz zu vermitteln“, erklärt PD Dr. Sabine Knapstein.