Zumeldung zum Arztreport der Barmer

Psychische Erkrankungen bei jungen Erwachsenen auf konstantem Niveau

Datum: 05.06.2018 / Ressort: Zumeldung

Insgesamt wurden 2016 64.236 Versicherte der AOK Baden-Württemberg im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aufgrund einer psychischen Erkrankung stationär oder ambulant behandelt. Das entspricht einem Anteil von 14,9 Prozent. Von 2014 bis 2016 ist die Zahl derjenigen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung behandelt wurden, nahezu konstant geblieben (0,6 Prozent jährliche Steigerung). Lediglich bei den jungen Männern gab es einen leichten Anstieg (1,86 Prozent).

Mit rund 40.000 Diagnosen nehmen Depressionen 2016 bei den 18- bis 25-Jährigen einen hohen Stellenwert ein. Diese Zahl schließt einmalige depressive Episoden ebenso ein wie wiederkehrende Depressionen.
Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen folgen mit rund 29.500 Diagnosen. Hinter dieser Diagnose können sich höchst unterschiedliche Ausprägungen verbergen. Das reicht von Belastungsreaktionen, die beispielweise nach einem Unfall auftreten können, über Anpassungsstörungen, wie sie sich zum Beispiel nach einem Wechsel von der Schule an die Universität einstellen können, bis hin zu schweren posttraumatischen Belastungsstörungen.
Angststörungen wurden 2016 bei rund 23.000 der 18- bis 25-jährigen AOK-Versicherten in Baden-Württemberg diagnostiziert.