Ernährung in der Schwangerschaft

Richtig und gut essen

Ein Vollkornbrot mit Käse und Tomate – das entspricht dem erhöhten Kalorienbedarf, den eine Schwangere in den letzten zwei Dritteln der Schwangerschaft täglich benötigt. „Gut essen statt viel, darauf kommt es an. Werdende Mütter sollten darauf achten, gesund und vielseitig zu essen“, sagt Anja Ettischer, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK Baden-Württemberg.

Auf den täglichen Speiseplan gehören viel frisches Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, fettarme pasteurisierte Milch und Milchprodukte. Auch zwei Portionen Fisch in der Woche sind empfehlenswert, einmal sollte es fettreicher Seefisch wie Lachs oder Hering sein.

Auch fleischlose Ernährung ist in der Schwangerschaft grundsätzlich in Ordnung. „Allerdings müssen Schwangere, die sich ausschließlich vegetarisch ernähren, besonders auf kritische Nährstoffe wie z. B. Eisen achten“, sagt Anja Ettischer. Von einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft rät die Ernährungswissenschaftlerin ab. Frauen, die sich dennoch vollständig ohne tierische Produkte ernähren (Veganerinnen), sollten unbedingt mit dem Arzt über eine ausreichende Nährstoffzufuhr sprechen.

Süßes, Softdrinks und Fastfood sollten auch in der Schwangerschaft nur in geringen Mengen zu sich genommen werden. Stattdessen heißt es, viel trinken, am besten Wasser, ungesüßten Tee und ab und zu mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Alkohol jedoch nie, er schadet auch in geringsten Mengen.

Wegen der Gefahr, sich mit Listeriose oder Toxoplasmose zu infizieren, sind einige Produkte für Schwangere tabu: frische Milch vom Bauern genauso wie Rohmilchkäse, roher Fisch und rohes Fleisch wie Tartar, Mett oder rohe Würste (Salami, Tee- oder Cervelatwurst).

Selbst wer sich richtig gut ernährt, braucht in der Schwangerschaft einige Nährstoffe zusätzlich. Das gilt für Jod genauso wie Folsäure. Beides haben die Gynäkologen bei ihren Routineuntersuchungen genauso im Blick wie die Eisenversorgung. Viele Frauen kämpfen während der Schwangerschaft mit Heißhungerattacken oder Übelkeit. Anja Ettischer: „Da kann es in beiden Fällen helfen, statt drei Mahlzeiten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen.“ 

Weitere Informationen:

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