Freundschaft

Von den Kindern lernen

Weshalb Freundschaften gesund halten und wie wir sie pflegen können

Weihnachten ist vorbei, die Liebsten beschenkt, die Geschenkpapierberge aufgeräumt. Und jetzt? Am besten gleich weitermachen mit dem Verwöhnen aller, die uns wichtig sind! Denn die Wissenschaft belegt: Gute Freundschaften verbessern die Chancen, fit und gesund zu bleiben. Kürzlich wiesen die US-amerikanischen Forscher John und Stephanie Cacioppo nach, dass einsame Menschen unter einem besonderen Risiko für erhöhten Blutdruck, Schlafstörungen und Depressionen leiden. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die in ihrem sozial Umfeld zwar nicht allein, aber gefühlt einsam sind.

Intuitiv wissen die meisten Menschen, wie wichtig gute Freunde sind. Leider gerät diese Erkenntnis im Alltagsstress vieler Erwachsener allzu leicht in Vergessenheit. Viel besser gelingt es dagegen unseren Kindern, Freundschaften den nötigen Raum in ihrem Leben einzuräumen. Für das AOK-Kindermagazin "jojo" äußerten sich mehr als 2.500 Acht- bis Zwölfjährige zum Thema Freundschaft. Über 60 Prozent von ihnen sehen ihre Freunde täglich. Und in fast jedem zweiten Fall hält die Freundschaft schon seit über fünf Jahren.

Was gute Freundschaften ausmacht, erarbeiteten 19 Grundschülerinnen und -schüler der Eichendorffschule Karlsruhe. Ganz oben auf ihrer Liste stehen "Schenk deinen Freunden immer ein Ohr!", "Sei für deine Freunde wie ein Safe, in den sie ihre Geheimnisse legen können!" und "Lass deine Freunde wissen, dass sie sich auf dich verlassen können, das macht sie stark!" Das würden auch die meisten Erwachsenen unterschreiben. Nur nicht allen gelingt es, diese einfache Tipps umzusetzen.

Die gute Nachricht: Wie man auch im Alltagsstress die nötige Ruhe gewinnt, so wichtige Dinge wie Freundschaften im Blick zu behalten, kann man lernen. Die besten Techniken für einen entspannten Alltag gibt es hier im Überblick.